05.12.2017, 14:25 Uhr

Kids freuen sich so auf Nikolo

Im Himberg bereitet Leiterin Eva Müller alles vor. (Foto: Kiga Himberg)

Bei unseren Kindergärten zum Glück auf Besuch.

"Der Heilige Nikolaus ist für uns ein genauso wichtiger Bestandteil der Feste wie der Heilige Martin", besteht die Leiterin des Himberger Kindergartens, Eva Müller, auf das Feiern am 6. Dezember.

Bastel, malen, formen

Seit Wochen schon bereiten sich die Mädchen und Buben auf die Ankunft des Nikolo vor. Da wird gebastelt, gezeichnet, gemalt. Auch dadurch erfahren die Sprösslinge, welchen Stellenwert der Nikolo nicht nur auf dem Kalender hat.
Ein Mythos besagt, dass im 4. Jahrhundert ein Mann, der den Heiligen Nikolaus um Hilfe bitten wollte, dass ihm endlich ein Kind geboren werde, den Bischof nicht mehr lebend antraf, sondern gerade bei dessen Bestattung. Daraufhin nahm er ein Stück des Leinens, auf dem der Heilige lag, als Reliquie mit. Am 6. Dezember des folgenden Jahres bekam das Ehepaar tatsächlich einen Sohn.


Viel Gutes getan

Eva Müller hält auch kurze Lehrstunden mit Geschichten vom Nikolo ab, damit die Kinder wissen, wer da am 6. Dezember bei der Tür reinkommt. Müller: "Das ist der schönste Moment, wenn die Kinder alle große Augen machen. Wenn der Nikolo die roten Sackerl mit Äpfel, Nüssen und Mandarinen verteilt, sind manche so schüchtern, dass eine Betreuerin das Geschenk übergeben muss."

Nikolo im ganzen Bezirk

Diese Momente will Eva Müller nicht missen. Seit 30 Jahren ist sie schon im Kindergartenberuf. Und das Feiern von Festen mit den Kindern gehört seit damals zum fixen Bestandteil ihres Jobs: "Das ist so wichtig. Ich kenne keinen Kindergarten im Bezirk, wo diese Tradition nicht hochgehalten wird."
Auch im nicht weit entfernten Kindergarten in Reisenberg steigt die Aufregung unter den Kindern. Kommt der Nikolo in einer Woche doch ihnen vorbei. Leiterin Alexandra Haderer: "Die Kinder freuen sich auf die Sackerl. Mein schönster Augenblick ist der Glanz in den Augen der Kinder."
Ein Sackerl vom Nikolo bekommt die Kindergartenleiterin zwar nicht, aber die Freude ihrer Mädchen und Buben ist für sie viel wichtiger.
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