Wien-Währing. Was kommt statt der Lücke in der Cottagegasse?

Die Baulücke ruft bei einigen Anrainern heftige Gefühle hervor. Ab Sommer 2018 soll hier gebaut werden.
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  • hochgeladen von Christine Bazalka

WÄHRING. "Mistgstätten" und "Mülldeponie": Die Leser, die sich wegen der Baulücke an der Ecke Cottagegasse/Hofstattgasse an die bz gewandt haben, sparen nicht mit heftigen Worten. Es ist wahrscheinlich nicht nur der Ärger über ein jahrelang unverbautes Grundstück, das langsam überwuchert wird, und auf dem sich Bierdosen und Essensreste sammeln. Es mag auch die Enttäuschung darüber eine Rolle spielen, dass hier ein alteingesessenes Restaurant mit einem schattigen Gastgarten voller Kastanienbäume einfach abgerissen wurde. "Bei der Familie Radler konnte man unter Bäumen, die bis auf die Straße reichten, gutbürgerliche Küche genießen", beschreibt eine Anrainerin. Zuletzt wurde das Gasthaus an dieser Stelle unter dem Namen "Das Cottage" betrieben.

Mit dem Abriss vor einigen Jahren und der darauf folgenden Untätigkeit hat der derzeitige Eigentümer aber gar nichts zu tun. "Wir haben das Grundstück vor etwas mehr als einem Jahr gekauft", sagt Clemens Bauer von Soulier Management. Mit einem Subunternehmen will man dort ein Wohnhaus mit zwölf Mietwohnungen errichten. Ursprünglich hätte man bereits im vergangenen Herbst zu bauen beginnen wollen, aber das Projekt, das aus der Ausschreibung als Gewinner hervorging, hat sich als zu teuer erwiesen: "Jetzt sind wir gerade dabei, es noch einmal zu optimieren, und haben vor, im Sommer 2018 mit dem Bau zu beginnen."

Garage wird kleiner

Ein Knackpunkt ist die geplante Garage, die auch schon bei der Umwidmung ein Thema war. Wo früher der Gastgarten war, soll nämlich auch nach dem Neubau eine Grünfläche sein, die allerdings unterkellert werden darf: "Wir haben damals aber durchgesetzt, dass die Erddecke zumindest eineinhalb Meter dick sein muss", sagt Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Robert Zöchling (Grüne). Sonst hätten die Bäume nicht genug Erdreich zum Wurzeln und würden nicht überleben. Die Garage sei aber ohnehin sehr teuer, sagt Bauer, und komme nun kleiner oder gar nicht. Fix ist die Höhe des Gebäudes: Auf der Baufläche darf bis zu 16 Meter hoch gebaut werden. Das Haus werde genauso hoch wie seine Nachbarn sein, so Bauer.

Hintergrund:

Unmut über Fällung der Kastanienbäume im Gastgarten

Die Baulücke ruft bei einigen Anrainern heftige Gefühle hervor. Ab Sommer 2018 soll hier gebaut werden.
Ein Bild von früher: der schattige Gastgarten.

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