09.06.2017, 15:20 Uhr

Gemeinsam Gersthofs Straßenbäume retten

Diesen Baum bei der Haltestelle Gersthof hat Leser Harald S. schon verloren geglaubt - glücklicherweise war es nur ein Missverständnis zwischen Wiener Linien und Gartenamt. (Foto: Harald S.)

Eine Initiative des Bezirks soll für bessere Bedingungen für Straßenbäume im öffentlichen Raum sorgen.

WÄHRING. bz-Leser Harald S. hat eine geradezu innige Beziehung zu jenem Baum, der auf der Haltestelleninsel am Gersthofer Platzl wächst. Jeden Tag freut er sich über das Fleckchen Grün auf dem ansonsten verkehrsstarken Platz. Umso schlimmer war es für ihn, als er den Baum eines Tags ohne Gitter, dafür mit versiegeltem Boden vorfand. Der Baum sei aufgegeben worden und werde nun langsam sterben, fürchtete er.

Eine Nachfrage beim Gartenamt ergab, dass das Gitter entfernt werden musste, weil der Baum es angehoben hat. Die Versiegelung mit Bitumenmasse stammt von den Wiener Linien und wurde auf Bitte des Gartenamtes schon wieder rückgängig gemacht. Jetzt kann das Wasser wieder versickern und der Baum ist wohlauf.

Wenig Wasser, viele Abgase

Eine Geschichte mit glücklichem Ausgang, die zeigt, wie sehr die Gersthofer an ihren Straßenbäumen hängen und dass diese es nicht immer leicht haben. Im ganzen Grätzel gibt es etwa 1.300 von ihnen. Zu wenige Freiflächen und zu viele Abgase führen dazu, dass viele, vor allem junge Bäume nicht überleben.

Die Bezirksvorstehung hat nun ein Programm gestartet, um bei neuen Pflanzungen für größere Baumscheiben und gute Bewässerung zu sorgen. Auch die Gersthofer Baumliebhaber selbst werden zum Erhalt des Grüns beitragen können. Wie genau, das wird beim Infoabend "Gersthofs Grün retten" am Dienstag, den 20. Juni, um 18 Uhr im Gemeindezentrum der Pfarre Gersthof (18., Bastiengasse 18) besprochen.

Im Anschluss wird es eine kurze Exkursion in die Alsegger Straße geben, wo das zuvor Gehörte und Diskutierte gleich in der Praxis verdeutlicht werden soll. Um Anmeldung unter der E-Mail-Adresse anmeldung1180@post.wien.gv.at oder 01/400018115 wird gebeten, aber auch spontane Besucher sind willkommen.
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