12.10.2017, 11:19 Uhr

Ybbsitzer auf kulturellem Austausch in Pyrenäen

(Foto: Seisenbacher)

Ring der Europäischen Schmiedestädte: 17. Jahreshauptversammlung in der Partnergemeinde Campdevánol, Katalonien, Spanien.

YBBSITZ. Die Eisenstraße-Gemeinde Ybbsitz ist Mitglied im Verein „Ring der Europäischen Schmiedestädte“ seit dessen Gründung im Jahr 2001. Im 17. Jahr zählt die Städtegemeinschaft mittlerweile 18 Mitgliedsgemeinden aus ganz Europa, von Sizilien bis Norwegen, von der Ukraine bis in die Niederlande. Die Versammlung war vollzählig und fand diesmal in der Pyrenäen-Gemeinde Campdevánol an der Freser von 5. bis 8. Oktober 2017 statt. Der Verein (kurz Ring) dient vor Allem der Erhaltung des historischen Erbes sowie dem Erfahrungsaustausch zwischen den geschichtlich verwandten Schmiedegemeinden.

Während der diesjährigen Hauptversammlung wurde eine Statutenanpassung zur engeren Zusammenarbeit diskutiert. Die norwegische Partnergemeinde Øvre Eiker mit einer Neuformulierung der Vereinsziele den aktiveren Jugendaustausch zwischen den Partnern fördern. Von der Ybbsitzer Delegation wurde ein konkreter Entwurf für eine zeitgemäße neue Website präsentiert. Der neue Internet-Auftritt wird spätestens Mitte November veröffentlicht. Das Erasmus+ Plus Projekt „European Iron Academy“, bei welchem auch Ybbsitz mit Schmied Hochstädt beteiligt ist, wurde präsentiert. Für dieses Projekt findet am 8. November eine Informationsveranstaltung in Andelst (NL) statt. Die Ybbsitzer brachten einen Statusbericht über das Symposium „IronCamp - Neue Paradigmen für Metallgestaltung und Handwerk“, welches vom Schmiedezentrum Ybbsitz betrieben und von der Europäischen Union und Land NÖ gefördert wird. Der Ring der Europäischen Schmiedestädte unterstützt dieses Ybbsitzer Projekt finanziell.

Der Ort Campdevánol und die Kleinregion lassen sich sehr gut mit Ybbsitz und der Eisenstraße vergleichen. Der Ort hat knapp 3500 Einwohner und ist einerseits von einer Geschichte des Erzabbaus und der Schmiedearbeit geprägt. Andererseits bilden heute einige expandierende metallverarbeitende Betriebe die rege wirtschaftliche Grundlage. „Die geschichtlichen und gegenwärtige Entwicklung der Eisenkultur stellt die Einzigartigkeit der Schmiedegemeinden des Rings dar. Wir wollten diese Einzigartigkeiten mit dem Ring europaweit verbinden und betonen.“, sagt Ring-Ehrenpräsident Bürgermeister Josef Hofmarcher.

Die 8-köpfige Delegation aus dem Schmiedezentrum Ybbsitz blickt auf eine erfolgreiche aber auch spannende Reise in die Pyrenäen zurück. Die Ring-Treffen werden als kulturelle und politische Bereicherung erlebt. „Seit 2009 fahre ich regelmäßig zu den Ring-Treffen, und ich erlebe es jedes Mal als eine Übung der demokratische Kommunikation, und das in verschiedenen Spachen“, erzählt Delegationsmitglied Architekt Joseph Hofmarcher. Delegationsmitglied Thomas Hochstädt (Schmied): „Es ist wichtig, sich in ganz Europa für ein friedliches Zusammenleben zu vernetzen. Der Ring ist eine sehr gutes Beispiel dafür.“


Delegationsmitglieder und Mitreisende:
Anita Eybl, offizielle Vertretung des Schmiedezentrum Ybbsitz, GF Gemeinderätin, Mitarbeiterin Eisenstraße Niederösterreich;
Joseph Hofmarcher, offizielle Vertretung des Schmiedezentrum Ybbsitz, Architekt und Metallgestalter;
Thomas Hochstädt, offizielle Vertretung des Schmiedezentrum Ybbsitz, Schmiedemeister;
Bürgermeister Josef Hofmarcher, Ehrenpräsident des Rings der Europäischen Schmiedestädte;
Eduard Wagner, Mitreisender;
Gurdun Hofbauer, Mitreisende, Mitarbeiterin Eisenstraße Niederösterreich;
Walpurga Langsenlehner, Mitreisende;
Sonja Seisenbacher, Mitreisende, Fotodokumentation;
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.