13.04.2017, 16:55 Uhr

3e-Gruppe mit leichten Umsatzzuwächsen

Markus Dulle ist Vorstand der 3e Handels- und Dienstleistungs AG. (Foto: 3e)

Digitalisierung und Online-Handel stehen im Fokus

WELS. Mit einem Umsatz von 549 Millionen Euro erwirtschaftete die 3e Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Während man in Österreich mit einer zweiprozentigen Steigerung durchaus den Trend der vergangenen Jahre fortsetzen konnte, verlief die Entwicklung auf den internationalen Märkten unterschiedlich. Der Einfluss von Digitalisierung und Online-Handel zeichnet sich immer deutlicher als wichtiger Wettbewerbsfaktor ab.
410 Millionen Euro setzten die 3e-Mitglieder in Österreich im Jahr 2016 um. Die internationalen Partner erwirtschafteten im selben Zeitraum gemeinsam 139 Millionen Euro, dies entspricht im Vergleich zur Vorperiode einem Minus von vier Prozent. „Die Entwicklung in Bosnien-Herzegowina ist dabei absolut positiv, auch in Ungarn, Kroatien, Serbien oder Montenegro sind wir sehr zufrieden. Rückgänge mussten wir hingegen in Tschechien und der Slowakei hinnehmen“, erklärt Markus Dulle, Vorstand der 3e AG. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die 3e- Verantwortlichen in Österreich mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich: „Auf den internationalen Märkten werden wir heuer sicherlich deutlich höhere Steigerungen erzielen.“

Digitalisierung und Online-Handel als treibende Faktoren

Der Online-Handel gewinnt seit einigen Jahren auch in der Werkzeug- und Heimwerkerbranche immer mehr an Bedeutung. Während der Umsatzanteil des Online-Handels über alle Branchen hinweg bei durchschnittlich zehn Prozent liegt, beträgt er im Heimwerker-Segment rund 5,5 Prozent. Die Wachstumsprognose des E-Commerce Sortiments liegt bei etwa 15 Prozent. Zwar wird derzeit noch überwiegend stationär gekauft, aber schon jetzt informieren sich fast zwei Drittel aller Kunden vor dem Kauf im Internet. Durch die schnellere Vergleichbarkeit und die Angebotsvielfalt geraten insbesondere Elektro- und Gartengeräte immer mehr unter Margendruck. Bei beratungsintensiven Produkten, etwa Rasenrobotern, steht aber nach wie vor die Dienstleistung – rund um die Verlegung, Programmierung und Wartung – im Vordergrund: Davon profitiert der Fachhandel.
In der 3e-Gruppe stellte man bereits frühzeitig mit einem Webshop samt Click & Collect-System die Weichen. Mit dem Ausbau der Digitalisierung, einem noch umfassenderen Angebot für die Konsumenten und verstärktem Digital-Marketing will man diesen Marktvorsprung absichern. „Wir arbeiten intensiv an der Verknüpfung der Verkaufskanäle, vom stationären Geschäft bis hin zu den mobilen Endgeräten“, verrät Dulle. „Damit wollen wir den Kunden auf seiner gesamten ‚Einkaufsreise’ begleiten und ihm das gesuchte Produkt oder die passende Dienstleistung anbieten.“

Konzentration auf Marke "Let's Doit

In der Markenpolitik vollzog die 3e AG Anfang April eine Bereinigung: Die sechs heimischen Toolpark-Fachmärkte firmieren seither unter der starken Dachmarke "Let's Doit". „Wir können damit alle Marketingressourcen fokussiert zum Einsatz bringen. Dies wird sich auf die Bekanntheit der Marke auswirken“, erklärt Dulle. Mit dem neuen Slogan „Starke Marke. Starker Service.“ wird dem Kunden die strategische Ausrichtung klar signalisiert, die Service- und Dienstleistungen weiter auszubauen. Österreichweit gibt es 50 "Let's Doit" Fachmärkte.

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