24.05.2016, 15:25 Uhr

Steig ein Teil 4: Hier kracht's im Bezirk Baden am häufigsten

BADEN. Auf Niederösterreichs Straßen starben im vergangenen Jahr 130 Menschen – neun mehr als 2014. Doch der Langzeittrend geht eindeutig in die andere Richtung. Seit den 70er Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten - Prävention sei Dank - um über 80 Prozent zurückgegangen. Wo es immer noch kracht, dort waren wir unterwegs.
Unfallhäufungsstrecke - alarmierend ist die Tafel an der B210 kurz vor der Badener Autobahnauffahrt: Auf der "langen G'raden" steigen viele mehr aufs Gas, als sie sollten. Und dann gibt es einige Ein- und Ausfahrten, etwa zu Tankstellen oder zum Tierheim. Während der Testfahrt tanken wir bei A1 Richtung Baden. Bei der Ausfahrt wollen wir zurück Richtung Autobahn ausbiegen, doch eine Sperrlinie verhindert das. Wahrscheinlich riskieren manche doch die unerlaubte "Wende" - und bei 70 oder mehr km/h kann ein gerade daherkommender Lenker kaum noch reagieren: Es kracht. Auch Chefinspektor Karl Stix, Verkehrsbeauftragter des Bezirks, bestätigt diese Gefahrenzone.
Auch eine Fahrt durchs Helenental ist nicht nur ein landschaftliches Vergnügen, sondern auch eine Art unguter "Nervenkitzel" - Kolonnenverkehr hinter Lkws, die hier nicht selten als Mautflüchtlinge - trotz Lkw-Fahrverbot - die längere A21 "umfahren". Riskante Überholmanöver führen nicht selten zu Unfällen.
Gefährliche Straßenstellen gibt es aber nicht nur für Autofahrer, sondern auch für Radfahrer. So warnt etwa ein Schild "Todeskreuzung-Radfahrer bitte absteigen!" Radfahrer am EuroVelo9 entlang des Wr. Neustädterkanals vor der Kreuzung mit der Oberwaltersdorferstraße (von der Veranstaltungshalle nach Tribuswinkel).

Zur Sache

NÖ-weit wurden 2014 7.181 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert. Es gab landesweit 121 Tote.
Im Bezirk Baden ereigneten sich 541 Unfälle mit 703 Verunglückten und 13 Toten. Schwer verletzt wurden 106 Personen.
Quelle: Statistik Austria
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