07.06.2016, 12:00 Uhr

Insektenstiche vorbeugen

Pflanzliche und synthetische Mittel zur Vorbeugung und zur Behandlung von Insektenstichen.

Wie man sich vor den Stichen der Quälgeister schützen kann, erfahren Sie hier.

BEZIRK (ach). Sommerzeit ist Insektenzeit. Stechmücken, Bremsen, Kriebelmücken und Zecken zählen zu den heimischen Insekten. „In der warmen Jahreszeit sind Insektenstiche Thema“, weiß Apothekerin Bettina Steiner von der Löwenapotheke am unteren Stadtplatz in Braunau. Es gibt vorbeugende Maßnahmen, die Insekten abhalten.

Vorbeugen
Das Tragen von heller Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen etwa sowie das Anbringen von Fliegengittern bei Fenstern und Türen wirkt sich günstig aus. Ein Moskitonetz über dem Schlafplatz ist, vor allem im Urlaub in tropischen Ländern, empfehlenswert. Weiters eignen sich zur Insektenabwehr ätherische Öle. Sie bilden die Grundlage zur Herstellung von individuellen Rezepturen. Besonders beliebt sind Zitronell-, Lavendel-, Nelken- und Thymianöl, die in Form von Sprays, aber auch für Duftlampen und Duftsteine verwendet werden. Insekten abwehrende Präparate sind auch auf synthetischer Basis erhältlich. Dazu zählen Nobite, Flystop und Anti Brumm, sie stellen einen hochwirksamen Schutz für einige Stunden dar. „Bei der Anwendung unbedingt zu beachten ist, dass Sonnenschutzmittel 15 Minuten vor Verwendung eines Insektenschutzmittels aufgetragen werden“, erklärt die Apothekerin und empfiehlt gleichmäßiges, lückenloses Auftragen. Dabei empfindliche Partien wie Augen, Lippen und Nasenöffnungen aussparen. Babys bis zu einem Jahr schützt man am besten durch Textilien und ein Moskitonetz. Im Kinderwagen ist ein Clip mit ätherischen Ölen hilfreich. Ab dem ersten Lebensjahr können bestimmte Insektenschutzmittel (z. B. Flystop) sparsam aufgetragen werden. Dabei Hände aussparen, damit das Mittel nicht in den Mund des Kleinkindes kommt.

Behandlung
In den meisten Fällen kommt es nach einem Insektenstich zu einer lokalen Reaktion, die sich durch Hautrötung, Juckreiz und eine leichte Schwellung bemerkbar macht. Hier wirken verschiedene Gele juckreizlindernd und schmerzstillend. Bewährt haben sich auch Zubereitungen mit essigsaurer Tonerde wie Arnicet-Kühlcreme und Euceta-Kühlgel. „Unsere Kundschaften greifen auch gerne zu unserem selbst hergestellten Lavendel-Roll-On“, so Bettina Steiner.

Sollten nach einem Insektenstich Fieber, Schwindel, Übelkeit, zunehmende Schwellung und Ausschlag auftreten, unbedingt einen Arzt aufsuchen.


Zur Sache
Vorbeugend wirken Aromatherapie und Insektenschutzmittel wie Flystop, Nobite und Anti Brumm. Nach einem Stich tun Fenistil-Gel, Arnicet-Kühlcreme und Euceta-Kühlgel gute Dienste.
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