10.10.2016, 08:10 Uhr

Gemeinsam mobil: Testfahrer gesucht

Arndt Strüder aus Braunau macht mit. (Foto: tbw research GesmbH)

Mobilitäts-Forschungsprojekt soll in Braunau starten

BEZIRK (ebba). Viele, vor allem ältere Menschen besitzen ein Auto, das sie nur selten bis gar nicht mehr nutzen. Dem gegenüber mangelt es in manchen Familien häufig an Fahrzeugen. Das gilt besonders für den ländlichen Raum.

Ein Forschungsprojekt mit dem Titel „coop:mob – gemeinsam mobil werden“ will diese Gruppen zusammen bringen. So sollen etwa die Jüngeren Fahrdienste für die Älteren übernehmen. Im Gegenzug können sie das Auto für eigene Fahrten nutzen. So verbessert sich für alle Beteiligten die Mobilität und damit auch die Lebensqualität.

Die Nutzung des Autos wird in Form eines Tausches abgegolten. Dieser Tausch wird nach vereinbarten Regeln und für alle Beteiligten fair organisiert. Es braucht immer zwei Parteien, eine die das Auto verleiht und die andere, die es sich ausborgt. So sollen die Teilnehmer „gemeinsam mobil“ bleiben – durch eigenes Engagement und ohne finanzielle Gewinnabsicht.

Das Projekt geht über das klassische Carsharing-Modell hinaus, da der Tausch von Mobilitätsdiensten im Vordergrund steht. Gemeinsam mobil fördert außerdem soziale Kontakte und das Miteinander von Jung und Alt.

In einer Modellregion sollen nun die Möglichkeiten für solche Kooperationen getestet werden. Im Fokus stehen dabei das Nutzungspotential, die Erarbeitung fairer Bedingungen für den Tausch sowie mögliche Organisationsformen. Außerdem werden die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung des neuen Mobilitätsmodells untersucht und praktische Werkzeuge zur Umsetzung erarbeitet.

Braunau als Modellregion

Im Zuge der Umsetzungsphase und des Testbetriebes werden im Bezirk Braunau Testpersonen für gemeinsame Fahrten gesucht. „Vor ein paar Wochen hat sich Arndt Strüder aus Braunau – er hat kein Auto und ist im Verein „Braunau mobil“ tätig – gemeldet. Er hat angeboten, in seiner Freizeit ältere Personen, die nicht mehr fahren können oder wollen, mit ihrem Auto zum Einkaufen, Arzt oder Bäcker zu begleiten. Um den sechsmonatigen Testbetrieb starten zu können, fehlt uns dazu noch der zweite Part mit Auto“, erklärt Projektassistentin Ruzica Cuic von der tbw research GesmbH.

Möchten Sie (als Einzelperson, Verein, Gemeinde oder Interessensgemeinschaft) an „coop:mob – gemeinsam mobil“ teilnehmen, dann melden Sie sich bitte bei Alexander Fürdös unter Tel. 0660/559 7015 oder unter office@gemeinsammobil.at oder besuchen Sie die Website www.gemeinsammobil.at

Gemeinsam Mobil ist ein Forschungsprojekt, gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“.
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