25.06.2016, 01:05 Uhr

Burgenländische Jausn

Tobi ist richtig interessiert an diesem Projekt. Nach wie vor fragt er, ob er dieses oder jenes essen darf. Woraufhin wir als Antwort geben, dass wir ihm nichts verbieten, wir aber versuchen, uns weitgehend von burgenländischen Lebensmitteln zu ernähren, da wir es wichtig finden, dass der Weg von Bauer zu Konsument so gering wie möglich gehalten wird.

Projekt mit Kindergarten

Nachdem in Tobis Kindergartengruppe viele Gleichaltrige dabei sind, dachte ich mir, dass es vielleicht für die anderen Kinder interessant zu wissen wäre, woher ihre Jause kommt. Interessant ist auch, ob es überhaupt möglich ist, die wöchentliche »gesunde Jause« in den finanziellen Rahmen zu bringen. Somit habe ich mich mit der Kindergartenpädagogin zusammengeredet und sie war bereit mir eine »burgenländische gesunde Jausn« zu überlassen.
Ich finde, man sollte bereits im jüngsten Alter ein Bewusstsein für unsere Lebensmittel schaffen, damit sie später mal fair und ökologisch damit umgehen können.

Was wird gekauft

Für gewöhnlich werden Karotten, Tomaten, Nüsse, Milch, Müsli, Brot, Butter, Äpfel, Banane, Melone, Kartoffeln, Gurke, Müsli und Eier angeboten.
Im Grunde ist nichts ein Problem, bloß die exotischen Früchte müssen weichen. Aber es gibt ja mehr als genug Gutes bei uns in der Umgebung.

Für alle etwas dabei

Nachdem Erdbeersaison ist, wurden natürlich Erdbeeren gekauft. Und wären es zwei Körbe gewesen, hätten sie auch die leer gegessen.
Mit dabei hatte ich noch Marmelade aus Kobersdorf, Schafmilch, Schafjoghurt und Schafskäse aus Tadten, Gurke aus St. Andrä, Tomaten aus Wallern, Radieschen aus der Weinbauschule in Eisenstadt, Cornflakes aus Litzelsdorf, Kartoffeln aus Leithaprodersdorf, Äpfel aus Pöttsching, Eier aus Baumgarten, Sojaknabberei aus Frauenkirchen, Walnüsse aus Pamhagen, Sonnenblumenkerne aus Zagersdorf und Marmelade aus Rust.
Außerdem habe ich Kräuter aus dem Garten mitgebracht und ein Blumenkräutersalz aus dem Dorfladen in Müllendorf.
Am Vortag haben die Kinder mit der Pädagogin zudem einen Teig für ein Brot zubereitet. Das Mehl ist selbstverständlich auch aus dem Burgenland.
Als Überraschung gab es von mir selbst gemachte Müsliriegel, Lavendelplätzchen, Apfelmus und Holunderblütensirup.

Mit Fleiß dabei

Im Sesselkreis haben wir besprochen, woher alles kommt und jeder durfte sich eine Burgenlandkarte mit nach Hause nehmen, wo sie nochmals alles nachsehen können.
Anschließend haben die Kinder fleißig beim Schneiden und Herrichten geholfen.

Und es schmeckt wunderbar

Ich bin für gewöhnlich bei keiner Jause dabei, aber es hat mir große Freude bereit, als ich zusehen durfte, wie sehr sie alles genossen haben. Selbst beim Schafskäse haben alle zugelangt.
Für mich war es ein gelungener Vormittag und hoffentlich hatten die Kinder ebenso viel Spaß und haben auch einiges mitgenommen.


Leider ist es für die wöchentliche Jause kaum machbar, da die Kosten doch überschritten werden. Aber ich hoffe, dass nun doch ein paar burgenländische Produkte bei der nächsten Jause zu finden sind.

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Désirée Tinhof aus Eisenstadt | 30.06.2016 | 16:44   Melden
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