06.07.2016, 15:25 Uhr

Hagelunwetter richtete zum Teil schwere Schäden im Bezirk an – acht Feuerwehren mussten ausrücken

Tiefdunkle Wolken hingen über Teile des Bezirks und brachten ein schweres Hagelunwetter mit (Foto: FF Trausdorf)
BEZIRK. Teile des Bezirks Eisenstadt/Umgebung wurden am Dienstagabend von einem schweren Hagelunwetter erschüttert. Neben überfluteten Kellern und eingeschlagenen Fensterscheiben brachte der Hagel sogar ein Boot auf dem Neusiedler See zum Sinken.

Keller überflutet, Bäume umgestürzt

Zwar dauerte der schwere Hagel in den betroffenen Gemeinden jeweils nur wenige Minuten an, doch diese hatten es ordentlich in sich: am schwersten wurden dabei die beiden Nachbargemeinden Trausdorf und St. Margarethen in Mitleidenschaft gezogen. "In Trausdorf wurden etliche Keller überschwemmt und viele Bäume sind umgestürzt. Dazu wurden mehrere Fensterscheiben durch den Hagel eingeschlagen", berichtet Bernhard Strassner, Bezirksfeuerwehrkommandant. Auch entlang der Wulka kam es zu groben Überschwemmungen. "Die Feuerwehr stand dort bis zu den Knien im Wasser", so Strassner.

Sportplatz unter Wasser

In St. Margarethen bot sich der örtlichen Feuerwehr ein ähnliches Bild: "St. Margarethen hat es ähnlich stark getroffen wie Trausdorf", erklärt Strassner. Neben abgebrochenen Ästen und Bäumen, die vor allem von der Hauptstraße entfernt werden mussten, stand auch der örtliche Sportplatz komplett unter Wasser.

Segel zerfetzt

Am Ufer des Neusiedler Sees schlug das heftige Hagelunwetter dann noch einmal zu: "In Oggau lief wegen des Unwetters ein Boot auf Grund." Dazu wurde in Rust das Segel eines Segelbootes durch die Hagelkörner regelrecht zerfetzt.

"Keine Warnung"

Laut Bernhard Strassner habe es im Vorfeld keine Unwetterwarnung gegeben. Geholfen hätte diese wohl aber auch nicht gerade viel. "Die Kanäle konnten die Wassermengen einfach nicht mehr bändigen", so Strassner. Insgesamt waren acht Feuerwehren aus Breitenbrunn, Oslip, Oggau, Rust, Mörbisch, St. Margarethen, Trausdorf und Eisenstadt mit dutzenden Feuerwehrmännern und -frauen im Einsatz.

Die Schonfrist ist vorbei

Erst am 31. Mai – skurriler Weise ebenfalls an einem Dienstag – war es im Bezirk zu einem heftigen Unwetter gekommen. Damals waren vor allem Hornstein und Steinbrunn betroffen. Bezirksfeuerwehrkommandant Bernhard Strassner befürchtet in den kommenden Wochen noch weitere Belastungsproben seitens der Natur: "Im letzten Jahr ist der Bezirk noch einigermaßen verschont geblieben. Heuer haben wir schon einiges abgekommen und es könnten noch einige Unwetter folgen."
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