13.10.2016, 08:00 Uhr

"Schön, zu machen, was man gerne tut" – Ludwig Kralits über seinen Weg vom Lehrling zum Chef

Der Zuckerbäcker Ludwig Kralits bäckt seit zehn Jahren in seiner eigenen Backstube in Hornstein.
HORNSTEIN. Manchmal im Leben braucht man einfach ein bisschen Glück. Nun ist es natürlich keineswegs so, als hätte der Hornsteiner Ludwig Kralits seinen Weg in die Selbständigkeit mit Glück geschafft – nicht umsonst feiert er heuer bereits das zehnjähriges Jubiläum seines Unternehmens "Zuckerbäckerei Der Ludwig". Dennoch spielte der Faktor Glück eine zentrale Rolle bei seinem Weg vom Lehrling zum Chef. Und zwar in der Wahl seiner Ausbildungsstätte.

Lehre in Purbach

"Ich hatte das Glück, bei der Familie Braunstein in Purbach lernen zu dürfen", erzählt der 32-Jährige über seine Lehrzeit im Restaurant Braunstein, auch "Pauli's Stuben" genannt. "Wir haben dort alles selber gemacht, keine Fertigprodukte verwendet, hatten super Köche als Lehrmeister und ich habe auch gelernt, mit Stress zumzugehen", erklärt Kralits, der seine Koch- und Kellnerlehre von 2000 bis 2004 absolvierte.
Genauso positiv hat Kralits auch seine Zeit in der Eisenstädter Berufsschule in Erinnerung: "Wir hatten sehr kompetene Lehrer und wir wurden als Erwachsene gesehen und auch dementsprechend behandelt."

Der Hochzeitsbäcker

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre arbeitete der Hornsteiner für drei Monate in einer Wiener Konditorei. Während er anschließend für drei Jahre als Koch fungierte, baute er nebenbei sein eigenes Unternehmen auf und begann 2006 schließlich seine Karriere als Hochzeitsbäcker – im Nachhinein betrachtet, die absolut richtige Entscheidung: "Es gibt natürlich arbeitsintensive und stressige Momente, aber es ist schön, etwas machen zu dürfen, was man gerne tut. Dafür muss man auch dankbar sein."

Der Faktor Zeit

Als Lehrlingsausbildner war Ludwig Kralits bis dato noch nicht aktiv. Das liege vor allem an der fehlenden Zeit. "Wir sind ein kleines Unternehmen mit 2 Mitarbeitern, da fehlt mir momentan einfach die Zeit, um einen Lehrling gut auszubilden." Schließlich wolle der Zuckerbäcker einem möglichen Lehrling auch etwas bieten. "Man will dem Lehrling ja etwas beibringen und ihn gut ausbilden. Ohne Zeit ist das eben schwierig."
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