05.10.2016, 07:00 Uhr

Tanklöschfahrzeug ist in die Jahre gekommen

Kommandant der FF St. Martin Horst Dionisio (li.) mit StR Herwig Tiffner (Foto: Friessnegg)

Im Jahr 1988 bekam die FF St. Martin ihr Tanklöschfahrzeug. Jetzt ist Handlungsbedarf gegeben.

ST. MARTIN (fri). "Wir sind rund um die Uhr bereit und haben mehr als 50 Einsätze im Jahr. Nur leider kann unser Tanklöschfahrzeug nicht mehr mithalten und es besteht dringender Handlungsbedarf", bringt der Kommandant der FF St. Martin OBI Horst Dionisio Fakten auf den Tisch. "Bei Bränden und Hilfeleistungen stehen unsere Mitglieder ihren Mann. Dafür braucht man entsprechende Ausrüstung."


28 Jahre im Einsatz

Das Tanklöschfahrzeug TLFA 2000 der FF St. Martin wurde im Jahr 1988 geliefert. Ist 28 Jahre alt und mehr als eine Million Kilometer gefahren. Rund 75.000 Euro wären für eine Sanierung des alten Fahrzeugs notwendig. Geld, das man laut Dionisio sinnvoller einsetzen könnte. "Wir sind eine der einsatzstärksten Wehren des Bezirks." Schon im Jahr 2014 sei einem Antrag der FF St. Martin auf Ankauf eines neuen Fahrzeuges bei einer Sitzung des Feuerwehrausschusses mit dem damaligen Bezirksfeuerwehrkommandant Hugo Irrasch zugestimmt worden.

Zusage verfällt

"Beim Kärntner Landesfeuerwehrverband wurde besagtes Fahrzeug in die Reihungsliste aufgenommen und der gesetzlich vorgeschriebene Finanzierungsbeitrag beschlossen. Dieser gilt jedoch nur mehr bis 2017. Dannach verfällt die Bestimmung und es müsste ein neuer Antrag gestellt werden", unterstreicht Dionisio die Dringlichkeit. Zudem wären sowohl die Kameraden als auch die St. Martiner Bevölkerung bereit einen Beitrag zum Ankauf zu leisten. "Wir brauchen allerdings eine konkrete Zusage, denn nur so können wir Aktionen starten."

Wichtig für Dorfleben

Unterstützung bekommen die Florianis vom Feuerwehrreferent der Stadtgemeinde Feldkirchen StR Herwig Tiffner (FPÖ). Gesetzlich sei ein Tanklöschfahrzeug in dieser Größe als Unterstützung für die FF Feldkirchen vorgeschrieben. Eines würde in Feldkirchen sein, das zweite eben in St. Martin. "Eine einsatzfähige Feuerwehr ist nicht nur in Krisen wichtig, sondern auch für die Aufrechterhaltung des Dorflebens", glaubt Tiffner. "Bei der Feuerwehr treffen sich die Generationen und junge Menschen erfahren, was es heißt zu helfen, für andere da zu sein."


Projekte nach Priorität reihen

Die Problematik um das Tanklöschfahrzeug der FF St. Martin sei bekannt, bestätigt der Finanzreferent der Stadtgemeinde Feldkirchen Vzbgm. Karl Lang (SPÖ). "Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel für die Feuerwehren getan. Ich verstehe die Sorge der St. Martiner, dennoch liegt die Entscheidung beim Gemeinderat", so Lang. Derzeit würden viele Projekte in Feldkirchen – Linearausbau der Tiebel, Ausbau Gurktaler Straße, Schulcampus, Begegnungszentrum, ... – laufen, die mit hohen Kosten verbunden seien.

Achte Feuerwehren

Im Verantwortungsbereich der Stadtgemeinde Feldkirchen liegen acht Feuerwehren. In den letzten Jahren wurde viel in neues Equipment sowie die Gebäudesanierung investiert.
FF St. Martin: rd. 50 Mitglieder. Gegründet vor 120 Jahren.


Zahlen & Fakten

Anschaffungskosten: rd. 275.000 Euro
Förderbeitrag des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes: 121.000 Euro
Beitrag der Kameradschaft: 30.000 Euro
Beitrag der Stadtgemeinde Feldkirchen: 124.000 Euro
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