16.03.2016, 00:00 Uhr

Thalgauer Künstler ordnete Aposteln Sternzeichen zu

Eine Fotografie seines Werks zeigt Künstler Andreas Grubinger vor dem Hinterglasbild des Fuschlsees in Abendstimmung.
Mit Hinterglasmalereien auf Holz sorgt Künstler Andreas Grubinger für Furore. Sein größtes Werk ist in einer Kapelle in Maishofen zu bewundern.
THALGAU (schw). "Meine Bilder entstehen zum Großteil intuitiv. Es ist zwar nicht das schönste Gemälde des berühmten letzten Abendmahls mit Jesus und seinen zwölf Aposteln, aber sicher eines der aussagekräftigsten", erklärt Andreas Grubinger, der mit dem sakralen Gemälde am 2. April 2005, dem Todestag von Papst Johannes Paul II., zu malen begann. "Jesus habe ich am 19. April gemalt, als Josef Ratzinger aus Bayern zum Papst Benedikt XVI. gewählt wurde. Das hat mich mit einem Glücksgefühl erfüllt und große Bedeutung für mich", freut sich der Künstler, der dahinter keinen Zufall vermutet. Zu sehen ist das 3,70 Meter breite und 2.10 Meter hohe Werk in der Kapelle des Seniorenwohnheims Maishofen. "Das Abendmahl hat immer eine besondere Faszination auf mich ausgeübt", erzählt Grubinger, der die Aposteln den zwölf Tierkreiszeichen zugeordnet und dementsprechend dargestellt hat. "Emotionen spielen in meinen Werken eine große Rolle. Darum kann ich mir nicht vorstellen, dass die Apostel so friedlich am Tisch gesessen sind, als Jesus gesagt hat 'Einer von euch wird mich verraten'", so der Thalgauer. Als Vorgabe für die Darstellung des Petrus diente sein Nachbar. Für ein Foto seines Werks erhielt Grubinger ein Dankschreiben des vatikanischen Staatssekretärs Monsignore Gabriel Caccia. "Papst Benedikt hat mir sogar einen Rosenkranz mitgesendet", so Grubinger stolz.
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