08.08.2016, 14:32 Uhr

E-mobil statt Benzinschleuder

Helmut Krammel ist einer der 19 Mitglieder des Vereins E-gans-mobil und begeisterter E-Car-Fahrer. (Foto: privat)
BEZIRK. Es zeigt sich zwar im Bezirk Gänserndorf ein positiver Trend an Neuanmeldungen im 1. Halbjahr 2016 (im Vergleich zu 2015), dennoch sind noch einige Schwierigkeiten zu überwinden. Die Bezirksblätter fragen Autohändler, Werkstätten, Gemeinden, Umweltbeauftragte und E-Autofahrer woran es im Bezirk mangelt, aber auch, was schon sehr gut funktioniert.
In Gänserndorf feiert der Verein E-Gans-Mobil ersten Geburtstag. Der Renault Zoe steht den 19 Mitgliedern seit 1. August 2015 zur Verfügung.
Obwohl das Auto beim Gänserndorfer Rathaus abgestellt wird, sind inzwischen auch Menschen aus Strasshof damit unterwegs. Vereins-Vorsitzende Beate Kainz ist zufrieden: „Unsere Zoe ist nicht mehr nur Ersatz für ein zusätzliches Auto, sondern wird bereits von einigen Mitgliedern als einziges Auto verwendet.“
Die vorsichtig geschätzten 12.500 Jahreskilometer wurden lang schon überschritten: bereits 25.000 Kilometer wurden im ersten Jahr elektrisch zurückgelegt.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 120 Euro pro Jahr. Verrechnet werden nur 18 Cent für jeden gefahrenen Kilometer.

e-GO Auersthal

Die Gemeinde Auersthal forciert das Thema Elektromobilität schon seit Jahren. Im Österreichdurchschnitt weist Auersthal das Zwölffache an Elektroautos vor. Statistisch gesehen, wurden hier allein im Jänner 2016 knapp 100-mal mehr Fahrzeuge pro Einwohner zugelassen als im Rest des Landes.
Auersthal rief im Jahr 2011, als eine der ersten Gemeinden Niederösterreichs, ein auf einem Elektrofahrzeug basierendes Car-Sharing Modell ins Leben. Mittlerweile wurde für „e-GO Auersthal“ ein zweites Auto angeschafft, 40 Familien, viele Vereine und auch die Gemeindemitarbeiter nutzen die Elektroautos.

Förderung gefordert

Gerhard Lauer vom Autohaus Lauer in Gänserndorf fordert mehr staatliche Förderung: "Solange die Förderung unsicher ist und die Fördertöpfe ausgeschöpft sind, bevor das bestellte Auto geliefert wird, fehlen die Anreize." Am Preis würde es nicht liegen, ein E-Auto von Renault kostet so viel wie ein Diesel, allerdings muss monatlich eine Mietrate von 79 Euro für den Akku gezahlt werden. "Mit Kfz-Steuerbefreiung und 0 Euro Spritkosten gleicht sich das wieder aus", erklärt Lauer.
Was die meisten Autofahrer abschreckt: Zu wenig Stromtankstellen, zu lange Ladezeiten und zu kurze Reichweiten.
Mit dem Renault Zoe von E-Gans-Mobil kommt man im besten Fall 180 Kilometer weit, unter widrigsten Umständen 110 Kilometer.


E-Mobilität
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