27.07.2016, 00:00 Uhr

Pistentunnel für das hochalpine Gelände

Am Stubaier Gletscher wurde der Zugang zu einer Eishöhle vom Fernitzer Unternehmen realisiert. (Foto: Wellstahl)

Die Fernitzer Firma Geobausysteme hat sich auf Planung und Montage von Wellstahl spezialisiert.

WOCHE: Ihr Ingenieurbüro Geobausysteme gibt es bereits 13 Jahre. Auf was genau haben Sie sich spezialisiert?
David Bucher: Wir spezialisieren uns auf Stahl- und Wasserbau. Ursprünglich waren wir ein Planungsbüro bzw. sind es noch immer. Vor fünf Jahren hat die VOEST den Wellstahl-Markt in Österreich verlassen. Das war Anlass für uns, von der Planung auch in die Produktion und Montage zu gehen.
Planungsstandort ist Fernitz, wo wird produziert?
Produziert wird bei unserem Vertriebspartner Hamco in Deutschland nahe Duisburg.
Wie kam es zur Firmengründung, und warum Fernitz?
Mein Vater hat im Bereich Straßenplanung ein Zeichenbüro gehabt. Nach Beendigung meines Studiums hat es sich ergeben, dass ich das Planungsbüro eröffnen konnte und dann ist es eben gewachsen. Man versucht sich natürlich stets weiterzuentwickeln. Begonnen haben wir 2003 eigentlich im Home-Office in Vasoldsberg.
Ihre Produktpalette erweitert sich ständig. Sie konstruieren auch Leitschienen. Auch für Straßen hier in Graz-Umgebung?
Das Kernprodukt sind die Wellstahl-Konstruktionen. Vergangene Woche haben wir einen Auftrag für Kühtai in Tirol bekommen. Da kreuzen sich zwei Ski-Pisten und wir machen dort Rohre mit Durchmessern von acht Meter. Auch am Kreischberg haben wir für die WM die Tunnel gemacht. Hochwasserschutz ist derzeit ein akutes Thema. Jetzt im Sommer haben wir bei der Montage natürlich Hochbetrieb, zum Beispiel für Aufträge in Simbach (Bayern) oder Gasen. Leitschienen eher für Spezialanfertigungen wie etwa im LKH Graz.
Welche sind die bisherigen Highlights für Sie?
Das werbewirksamste Projekt war sicher der Fußgängertunnel unter dem WM-Starthaus auf der Planai. Das war auch unser Startprojekt im Jahr 2011. Interessant war auch der Zugang zur Eishöhle am Stubaier Gletscher auf über 3.000 Meter Seehöhe.
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