04.08.2016, 15:00 Uhr

Wenn Lebensmittel zum Feind werden

Vielfach muss schon beim Einkauf genau auf das Kleingedruckte bei den Lebensmitteln geachtet werden. (Foto: panthermedia.net/pressmaster)
BEZIRK. Blähbauch, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall: Die Ursachen unerwünschter Reaktionen nach dem Essen seien häufig Nahrungsmittelunverträglichkeiten, erklärt Diätologin Barbara Hummer aus Haag.

Bis zu 30 Prozent betroffen
Grundlegend unterscheidet man zwischen Unverträglichkeiten und Allergien. "Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Bestandteile der Ernährung aufgrund eines Enzymmangels nicht vollständig verwertet werden", so Hummer. "Die Anzahl an Betroffenen ist schwer abschätzbar. Im Gegensatz zu Nahrungsmittelallergien (2 bis 3 Prozent) kommen Unverträglichkeiten wesentlich häufiger vor."

Von "echten" Allergien
"Lebensmittelallergien haben ihren Ursprung im Abwehrsystem", erklärt Hummer. "Als Reaktion auf bestimmte Lebensmittel produziert das Immunsystem Antikörper." Zu den bekanntesten Lebensmittelallergien zählen jene gegen Hühnereiweiß, Kuhmilch, Weizen, Fisch, Soja oder Nüsse. Die Symptome betreffen meist die Haut oder Atemwege und können lebensbedrohliche Schockreaktionen auslösen.

Liebes Tagebuch
"Empfehlenswert ist, Tagebuch zu führen. So wird ersichtlich, welche Lebensmittel Beschwerden hervorrufen", rät Hummer. Es macht keinen Sinn, Lebensmittel ohne eindeutige Beschwerden wegzulassen. Vorsicht ist bei Austestungen geboten: Aufgrund des vielfältigen Angebotes werden oft Diäten empfohlen, die die Lebensmittelauswahl zu sehr einschränken. Darum sollte eine individuelle Abklärung bei einem Facharzt und einem Diätologen erfolgen.
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