30.08.2016, 14:56 Uhr

Industrie trifft Politik

Besuch bei der Firma Fröling: Günter Rübig, Ernst Hutterer mit Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer.

Bei Fröling kam es zu einem Meinungsaustausch zu politischen und wirtschaftlichen Themen.

GRIESKIRCHEN (raa). "Wir können unseren Standort in Oberösterreich nur noch mehr beleben, wenn wir schneller und besser sind als andere", so Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer bei seinem Firmenbesuch. Der Bildungslandesrat setzt auf Forschung und Entwicklung. "Wir wollen die Forschungsquote kontinuierlich erhöhen", so Stelzer. Die Quote liegt in Oberösterreich mit 3,17 Prozent schon über dem österreichischen Wert (2,97). "Bis 2020 sollen die Forschungsmittel des Landes verdreifacht werden, das wären knapp 80 Millionen Euro." Die Kernfrage, sowohl für die Politik als auch die Industrie, bleibt die der Facharbeiter. "Vor allem wie man sie ausreichend motiviert und ausgebildet bekommt", betont Stelzer.
Für den Herbst verspricht Stelzer ein Förderprogramm, das sich vor allem an junge digitale Forscher richtet.
Bei der Weiterentwicklung der Neuen Mittelschulen in Technische Neue Mittelschulen war und ist Grieskirchen Vorreiter, so der Bildungspolitiker. "Wir haben in der Region Firmen auf Weltniveau, da müssen die Schulen der Zukunft mithalten."
Neben weiteren Investitionen in die Forschung und Entwicklung verspricht Stelzer den Vertretern der Industrie eine Erweiterung der Krabbelstuben und einen konsequenten Ausbau der technischen Bereiche in den Fachhochschulen. Auch eine Erleichterung in der Bürokratie stellt Stelzer in Aussicht. "Nicht in allen Fällen ist die Landesgesetzgebung schuld, aber wo es uns möglich ist, wollen wir mit unserem Deregulierungsprogramm verschiedene Gesetze zurücknehmen."
Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie der WKOÖ, unterstreicht die Forderung nach Facharbeitern und hofft auch auf eine Angleichung vieler Lehrberufe. "Wir bilden die Leute so aus, wie wir es für richtig halten." Rübig will mehr Jugendliche in technische Berufe locken. "Gut ausgebildete Techniker haben sicher kein Problem, einen Job zu bekommen", ist sich Rübig sicher.
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