05.04.2016, 19:00 Uhr

Erhaltenswürdige Eichen

Die Gemeinde ließ die maroden Eichen entfernen und wird natürlich an deren Stelle Nachpflanzungen vornehmen.Foto: jrh

Bürgerinitiative reagierte auf die Schlägerung der alten Eichen am Watzelsdorfer Kirchberg.

(jrh). Nachdem der Zellerndorfer Gemeinderat das Schlägern von drei der vier Eichen in Watzelsdorf beschlossen hatte und die maroden Bäume bereits entfernt wurden (wir berichteten in der Ausgabe 11 darüber), meldete sich die Bürgerinitiative (BI) zur Erhaltung der Watzelsdorfer Eichen in der BB-Redaktion. Dabei wurde festgestellt, das es seitens der BH keine Anordnung die Bäume zu entfernen gab.
Bgm. Markus Baier dazu: „Der Sachverständige der BH hat die Widmung die Eichen als Naturdenkmal abgelehnt und der Gemeinde empfohlen, entweder die maroden Bäume zu entfernen, oder baumunterstützende Maßnahmen als Sicherung anzubringen. Da diese Maßnahmen sehr kostenintenisv und aufwendig gewesen wären, hat der Gemeinderat die Schlägerung der Eichen beschlossen."
Dr. Wolfgang Sorgo, Andrea Zimmerl und Mag. Dr. Gabriele Sorgo von der BI in Watzelsdorf hatten der Gemeinde gleich zwei Beurteilungen von Experten (Baumexperte Nigel St. Clair-Wright und DI Thomas Mellnauer von der Fa. Hydrogreen) vorgelegt, die die Eichen als dringend Erhaltenswürdig einstuften. Bgm. Baier: „Diese Einstufungen sind mir bekannt. Es macht jedoch keinen Sinn immer wieder Gutachten und Gegengutachten erstellen zu lassen. Das kostet nur unnötig Geld. Wir haben uns an die Empfehlungen der BH Hollabrunn und an die Gutachten des Maschinenringes und der NÖ Landesregierung gehalten."

Kein runder Tisch

Auf die Frage, warum die Gemeindevertretung keinen „runden Tisch" über das Thema Watzelsdorfer Eichen gemacht hat, obwohl Baier dieses den Vertretern der BI zugesagt hatte, antwortete der Bürgermeister: „Nachdem klar war, dass die Rettung der Eichen durch die Widmung als Naturdenkmal nicht funtionierte, war trotzdem kein Einlenken der BI bzw. kein Abrücken der Meinung, die Bäume wären erhaltenswert, zu erkennen. Daher hat der Gemeinderat eine Diskussionsrunde abgelehnt. Diese hätte keinen Einfluss auf die Entscheidung, die Bäume zu fällen, gehabt."
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