05.07.2016, 08:00 Uhr

Nachmittagsbetreuung zu teuer

Die Opposition stimmte für den Abänderungsantrag von FPÖ-Gemeinderat Christian Lausch. Foto: ag

Eltern und Opposition üben heftige Kritik an den Kosten von 130 Euro.

HOLLABRUNN (ag). Lange wurde nach Möglichkeiten einer schulischen Nachmittagsbetreuung in Hollabrunn gesucht. Nun präsentierte die ÖVP bei der Gemeinderatssitzung das Ergebnis und stieß auf heftige Kritik bei der Opposition aufgrund der Kosten. „Für 5 Tage pro Woche müssen Eltern 130 Euro zahlen. Da liegt Hollabrunn im Spitzenfeld. Nicht die Volkshilfe, sondern die Gemeinde ist dier Preistreiberin“, nannte FPÖ-GR Christian Lausch Städte wie Melk, Bruck/Leitha und Laa, wo die Betreuung um einiges günstiger angeboten wird.
74 Kinder sind bereits gemeldet, 3 Gruppen werden benötigt. Zwei werden in der Volksschule Koliskoplatz und eine im Hortgebäude in der Winiwarterstraße untergebracht. „Da es kein Gebäude mit entsprechenden Räumlichkeiten mit Küche gibt, müssen die Kinder von den Volksschulen abgeholt werden, dann geht die Betreuungsperson mit den Kindern zu drei unterschiedlichen Zeiten zur Fleischerei Hofmann zum Mittagessen und wieder retour. Daraus entstehen die Kosten“, rechtfertigt Schulstadträtin Elisabeth Schüttengruber-Holly die Kosten, und dabei sind nicht die Mietkosten des Hauses in der Winiwarterstraße miteinbezogen, wie Lausch vorwarf. Weiters kritisierte Lausch die Vertragsbedingungen, wonach die Eltern bei der Anmeldung den dreifachen Betreuungsbeitrag im Vorhinein zahlen müssen: „Die Eltern von mehreren Kindern können gleich das Urlaubsgeld der Gemeinde überweisen. Die Gemeinde will die Stadt auf dem Rücken der Familien sanieren. Das ist dreist und schäbig. Ich stelle den Antrag auf Abänderung des Vertrages.“
Grüne-GR Peter Loy stellte hier auch die familienfreundliche Gemeinde in Frage. „Hollabrunn ist bei der Betreuung die teuerste Gemeinde. Der Schulanfang belastet sowieso schon das Familienbudget und mit einer Vorauszahlung noch viel mehr“, stellte SPÖ-Klubsprecher Alexander Eckhardt fest. Die Stadträtin versprach eine Evaluierung der Kosten im Februar. Der Beschluss wurde ohne die Opposition fixiert.
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