01.06.2016, 00:01 Uhr

Solide Leistungen von Karl Markt und Kathrin Stirnemann

Das Weltcup-Wochenende in La Bresse/Frankreich brachte nicht nur eine Cross-Country-Strecke mit, die zuletzt vor vier Jahren im internationalen Rampenlicht stand. Sie war auch bei vielen Nationen die letzte Chance für Fahrerinnen und Fahrer, sich für Olympia zu qualifizieren. Dementsprechend hoch war die Anspannung bei den Rennen.
Die Strecke selbst war heute mehr als anspruchsvoll. Durch den Regen der vergangenen Tage waren die gesamte Strecke sehr aufgeweicht und schwierig zu befahren. Die langen Anstiege und die sehr technischen Downhills brachten viele Fahrer an ihre Grenzen


Robin Hofmann im Aufwind

Ein sehr deutliches Zeichen setzte in La Bresse der junge Robin Hofmann vom Haibike Ötztal ProTeam. Bei seinem zweiten Einsatz bei einem U23-Weltcup kam er auf Rang 37 ins Ziel. Damit zeigt er im Vergleich zu Albstadt einen deutlichen Aufwärtstrend. „Langsam gewöhne ich mich an die härtere Gangart bei den U23-Fahrern, ich muss aber noch viel lernen“, erklärt Hofmann. „Bei den nächsten Weltcups will ich mich weiter verbessern, aber der Weg stimmt.“

Markt: Kampf um Olympia

Bei den Elite-Herren ist es derzeit für das Haibike Ötztal ProTeam besonders spannend. Denn Österreich bekommt bei den Olympischen Spielen im August nur einen Startplatz für die Herren – und hier fällt die Entscheidung wohl in der kommenden Woche. Karl Markt ist in La Bresse erneut eindeutig der beste Österreicher und kommt auf Rang 30 ins Ziel und bietet eine sehr solide Leistung. „Ich habe die besten Ergebnisse heuer, habe am meisten Weltranglisten-Punkte – jetzt bin ich gespannt auf die Entscheidung, ob ich noch einmal nach Olympia darf“, erklärt Markt. Mit seinem Rennen heute ist er durchwegs zufrieden. „Die ersten zwei Runden waren etwas schwierig für mich auf der engen Strecke, aber dann bin ich konstant meine Rundenzeiten gefahren und habe wieder wichtige Punkte gesammelt“, so Markt. Dennoch spürt man, dass bei Markt der intensive Frühling mit der Punkte-Jagd um den zweiten Olympia-Startplatz für Österreich Spuren hinterlassen hat. „Ich brauche jetzt ein wenig Erholung und konstantes Aufbautraining“, ist sich Markt bewusst. Das gleiche gilt auch für Gregor Raggl, der in La Bresse nicht an seine Form anschließen konnte. Rang 80 ist weit von dem entfernt, was Raggl heuer schon geleistet hat. „Das Programm im Frühjahr war einfach sehr intensiv, dem musste ich jetzt Tribut zollen“, so Raggl.

Tolle Leistung von Stirnemann

Kathrin Stirnemann vom Haibike Ötztal ProTeam hat in La Bresse erneut ein Spitzenergebnis eingefahren. Mit Rang 14 fährt die Schweizerin mitten in der Weltspitze mit und liefert eine sehr gute Leistung ab. Vor allem war es von Stirnemann ein sehr beherztes Rennen. In Runde 1 noch auf Rang 24 kämpft sie sich Runde um Runde vor, macht auf der schwierigen Strecke keine Fehler und kann schlussendlich mit einem Top-Ergebnis aufwarten. „Top 10 wäre natürlich sehr schön gewesen, aber ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Vor allem zur Mitte des Rennens konnte ich viele Fahrerinnen überholen und habe mich sehr wohl gefühlt“, erklärt Stirnemann im Ziel.
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