13.06.2016, 15:52 Uhr

Neuer Schwedenplatz: Im Schatten der Ginkgo-Bäume

So wird der neue Schwedenplatz aussehen. (Foto: realgrün)

Vier Jahre und 60 Projekteinreichungen später wurde am Montagvormittag das lang erwartete Siegerprojekt der Ausschreibung "Schwedenplatz neu" präsentiert.

INNERE STADT. Das jahrelange Warten hat ein Ende: Das Siegerprojekt der Ausschreibung Schwedenplatz neu wurde am Montagvormittag bekannt gegeben. "Mehr Grün, mehr Übersicht, mehr Platz", umreißt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei der Präsentation das Konzept der Münchner Firma "realgrün Landschaftsarchitekten GbR".

Markus Figl, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, weist auf die Veränderung des Schwedenplatzes im Laufe der Jahrzehnte hin. "Der Schwedenplatz ist heute kein Platz, sondern eine Gegend. Er soll ein Naherholungsraum für die Bewohnerinnen und Bewohner der Inneren Stadt werden,“ so Figl zur bz.

Das Planungsteam nahm in ihrem Siegerprojekt Rücksicht auf die Wünsche der Bürger: Da ganz oben auf der Wunschliste der Anrainer nutzbare Grünflächen standen, werden künftig über 3.300 Quadratmeter Rasenfläche mit Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen. Für Schatten werden 160 neu gepflanzte Bäume sorgen. Hier fiel die Entscheidung auf die in Wien untypischen Ginkgo-Bäume, die entlang des Franz-Josefs-Kais die stark befahrene Straße von den Grünflächen abschotten sollen.

Vom Morzinplatz zum Hotel Capricorno

Das Verkehrskonzept rund um den Franz-Josefs-Kai wird noch diskutiert: Neben dem Wegfallen der Abbiegespur in den zweiten Bezirk - hier fordert der ÖAMTC eine Testphase - steht auch eine Verlegung der Straßenbahngleise sowie der bestehenden Tankstelle und des Busparkplatzes zur Debatte. Das gesamte Gebiet Schwedenplatz / Morzinplatz bis hin zum Bereich vor dem Hotel Capricorno soll in eine übersichtliche und große Bewegungszone umgewandelt werden.

Markus Figl, Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, wies bei der Präsentation auf die unterschiedlichen Aufgaben des Schwedenplatzes hin: "Er ist Eintrittstor für Touristen, Drehscheibe für Arbeitnehmer und Wirtschaftsraum für Unternehmer. Insbesondere ist er aber auch Lebensraum für uns Bewohnerinnen und Bewohner."

Wer jedoch glaubt, schon in Kürze am Schwedenplatz unter Ginkgo-Bäumen entspannt ein Buch lesen zu können, wird enttäuscht: Vor dem Schwedenplatz wird noch der Stephansplatz umgestaltet. Und dort erfolgt erst der Spatenstich im Laufe der Woche. Mit einem Baubeginn am Schwedenplatz kann somit frühestens im Jahr 2018 gerechnet werden.
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