14.03.2016, 13:52 Uhr

Der Winter im März

Märzwetter ist Winterwetter (Foto: Angelika Kohlreiter/Regionautin)

Die erste Märzhälfte war - vor allem in den Bergen - um 10 Grad kälter als der Dezember. Auch die Sonne zeigte sich seltener. Dafür waren die Niederschlagsmengen höher.

Die erste Märzhälfte ist vorbei. Der Vergleich des Wetters im März mit dem Dezemberwetter ist überraschend. Neben den Temperaturunterschieden gab es auch große Unterschiede in der Anzahl der Sonnenstunden und den Niederschlagsmengen.

Winterliche Temperaturen in der ersten Märzhälfte

Die Temperaturen im Bergland lagen in den ersten beiden Märzwochen zwischen 5 bis 10 Grad unterhalb der Temperaturen im Dezember 2015. Am Patscherkofel hatte es im Dezember einen Monatsdurchschnitt von +1,3 Grad. Das war der wärmste Dezember aller Zeiten. Der März brachte hier lediglich Temperaturen von durchschnittlich -8,3 Grad.

Wenige Sonnenstunden im März

In den beiden ersten Wochen im März sah man die Sonne nur selten. Der Dezember war hingegen der sonnigste Dezember der Geschichte. Die Sonne sah man in Achenkirch im Dezember ganze 115 Stunden, im März nur 17 Stunden. „Dies ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass ein normaler März aufgrund des höheren Sonnenstands im langjährigen Mittel rund zweieinhalb mal so viele Sonnenstunden aufweist wie der Dezember.“, so Meteorologe Josef Lukas.

Niederschlagsmengen

Ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer brachte eine beachtliche Menge an Niederschlag vom Brenner bis nach Osttirol. Das Niederschlagssoll für den Monat März ist bereits jetzt schon erreicht bzw. teilweise sogar übertroffen. So blieben einige Ortschaften in Tirol im Dezember gänzlich ohne oder nur mit geringem Niederschlag. Silian hatte im Dezember 0 Niederschlagstage. Im März beläuft sich die Niederschlagsmenge in Silian bereits auf 77,0 l/qm.

Unterschiede auf Grund der unterschiedlichen Großwetterlage

Der Dezember war von einem mächtigen Hoch über Südosteuropa beeinflusst. Dieses brachte milde Luft subtropischen Ursprungs in den Alpenraum. Atlantische Tiefs zogen nach Großbritannien und Skandinavien weiter.
Das mächtige Hoch auf der Wetterkarte im März ist viel zu weit im Nordwesten Europas. Aus diesem Grund kann sich in Tirol der Frühling nicht durchsetzen.
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