19.05.2016, 15:23 Uhr

„Lass den Strauß in dir raus!"

Das Ensembles „InFlutation": Judith Soringauer, Marlene Mayr, Franziska Gruber, Ines Fuchs und Iris Brunnmayr (v.li.) (Foto: privat)
KIRCHDORF (sta). So lautete das Motto des Strauß Musik Contest, welcher im heurigen Jahr von den Wiener Philharmonikern erstmals ausgeschrieben wurde. Der Grundgedanke hinter diesem Wettbewerb war, die Kreativität vieler junger Musiker anzuspornen und in einem kurzen Videoclip von höchstens vier Minuten festzuhalten. Rund 60 Ensembles stellten sich mit ihren einzigartigen Beiträgen einer Jury, welche größtenteils aus Mitgliedern der Philharmoniker bestand. Die wichtigste - soweit aber auch einzige - Vorgabe war, dass ein Stück von Johann Strauß Vater oder Sohn neu interpretiert werden sollte, ganz nach persönlichem Geschmack jeder einzelnen, teilnehmenden Gruppe. Österreichweit verstreut entstanden schon bald spannende Beiträge verschiedenster Art, worunter sich auch ein Musikvideo des bereits vielerorts bekannten Ensembles „InFlutation" aus Kirchdorf befand.
Zusammensetzend aus den Querflötistinnen Iris Brunnmayr, Marlene Mayr und Franziska Gruber, sowie der Kontrabassistin Ines Fuchs und Judith Soringauer am Bassetthorn, nahmen sich die fünf jungen Musikerinnen die „Tritsch-Tratsch Polka" von Johann Strauß Sohn zur Vorlage ihres Projektes. Die Idee einer musikalischen Zeitreise führt die Zuhörenden zwischen dem traditionellen Klang der Polka und einer abwechslungsreichen, rhythmischen Version des Stückes umher. Die Reise startet zu Lebzeiten von Johann Strauß Sohn und gibt uns weiterführend einen Einblick, wie wohl seine Komposition heutzutage klingen möge. Unglücklicherweise reichte die Überzeugungskraft des Videoclips nicht aus, um die Stimmen der Jury für sich zu entscheiden und somit einen Preis zu erlangen. Trotz alledem gibt es aber keinen Grund zur Traurigkeit für das ambitionierte Ensemble, denn lediglich wenige Wochen nach der Bekanntgabe der Ergebnisse, reisten die fünf Musikerinnen auf Einladung der Philharmoniker nach Wien um dort einer Führung durch das Musikvereinshaus inklusive einer Probe unter der Leitung des weltberühmten Dirigenten Zubin Mehta beizuwohnen.
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