15.03.2016, 14:08 Uhr

Dunkles Holz ist voll im Trend

Die Wertholz-Submission ist eine Versteigerung für Laubholz. Ein Walnuss-Stamm war heuer am teuersten. (Foto: LK OÖ/Steinegger)

Wertholzsubmission: Eiche war der teuerste Stamm aus dem Bezirk Kirchdorf.

BEZIRK (wey). Rund 900 der schönsten und teuersten Baumstämme Oberöster-reichs wurden bei der 13. Wertholzsubmission in St. Florian, durchgeführt vom Bäuerlichen Waldbesitzerverband OÖ und der Landwirtschaftskammer (LK), präsentiert und verkauft. Das Höchstgebot von 2200 Euro pro Festmeter erzielte ein Walnuss-Stamm aus Rohr im Kremstal. Als Auszeichnung nahm Waldbesitzer Franz Königsgruber dafür den Titel „Holzmoar“ und die „Goldene Axt“ entgegen. Unterstützung bekam er von Waldhelfer Anton Frantal aus Waldneukirchen. "Der teuerste Stamm aus dem Bezirk Kirchdorf war eine Eiche mit 888 Euro pro Festmeter. Sie war die teuerste Eiche auf der Submission", berichtet Forstberater Joachim Kirchmaier von der Landwirtschaftskammer Kirchdorf. Insgesamt haben die Waldhelfer des Bezirks 251 Festmeter Holz angeliefert.

Eiche voll im Trend
Dunkle Holzarten wie Walnuss und Eiche sind derzeit voll im Trend. Im Bezirk wachsen Eichen im Gebiet Kremsmünster, Wartberg und Nußbach besonders gut, weiß Joachim Kirchmaier. Neben der „klassischen“ Eiche und der rustikalen Ast-Eiche boomt diese Baumart auch beim Altholz. Eichenholz wird für Landhausdielen und Parkettböden sowie für Möbel verwendet. Ebenso dienen Eichenfurniere zur Veredelung des Interieurs von Luxuskarossen und Yachten. Darüber hinaus wird Wertholz gern bei der Inneneinrichtung von Nobelhotels eingesetzt.

Submission bringt Mehrerlöse

„Diese spezielle Art der Holzvermarktung über die Holzversteigerung hat sich bewährt. Gezielte Laubholzbewirtschaftung und eine der Nachfrage entsprechende Ernte zum richtigen Zeitpunkt machen Sinn“, ist Grabmayr überzeugt. Die intensive Information und Beratung im Vorfeld durch die Waldhelfer, unterstützt durch die Forstberater der Landwirtschaftskammer und des Bäuerlichen Waldbesitzerverbandes OÖ, bringt den Waldbauern bei der Versteigerung im Vergleich zum klassischen Holzverkauf durchwegs höhere Erlöse. Besonders die Vorauswahl der Stämme und Hilfestellung bei der richtigen Holzausformung tragen wesentlich zur Qualitätssteigerung bei. Korrekt ausgeformt ist ein Baum dann, wenn er in für den Käufer brauchbare Stücke geschnitten wird.

Wertholz: eine waldbauliche Herausforderung

Es bedarf gezielter waldbaulicher Maßnahmen, um Edellaubholz in geeigneter Güte zu erhalten. Die Bedeutung des richtigen Bewirtschaftungskonzeptes in Laub- und Mischwäldern bildete den fachlichen Schwerpunkt des Aktionstages. Bei Exkursionsführungen im angrenzenden Spallerwald bekamen die Besucher die Laubwertholzproduktion insbesondere bei Eiche demonstriert.

„Zahlreiche Besucher konnten sich in St. Florian davon überzeugen, dass die intensive waldbauliche Arbeit mit Laubholz nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich Sinn macht“, so Karl Grabmayr abschließend.
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