31.03.2016, 07:30 Uhr

Köttmannsdorf drängt auf Projektstart für Radweg-Anbindung nach Klagenfurt

Ein Radweg von Köttmannsdorf nach Klagenfurt wäre nicht nur touristisch wichtig, sondern auch wegen dem Sicherheitsaspekt (Foto: mev.de)

Die Gemeinde Köttmannsdorf hat Geld auf der Seite. Investieren will man auf längere Sicht vor allem in die Ortskernbelebung und in die lange geforderte Radweg-Anbindung in Richtung Landeshauptstadt.

KÖTTMANNSDORF (vp). Sehr erfreulich ist laut Bürgermeister Josef Liendl der Überschuss, der in Köttmannsdorf 2015 erwirtschaftet wurde: 127.000 Euro. Damit kann man arbeiten. Neben Restasphaltierungen im gesamten Gemeindegebiet steht etwa die thermische Sanierung des Rüsthauses in Wurdach um rund 100.000 Euro an. Der Bauhof erhält ein neues Lagergebäude und beim Mehrzweckplatz werden Sanitär- und Umkleidecontainer aufgestellt, damit Gäste bei Veranstaltungen nicht mehr zum Bauhof ausweichen müssen. Hierfür fallen Kosten von etwa 80.000 Euro an. "Bis Herbst sollen diese Projekte abgeschlossen sein", so Liendl.

Ortskern beleben

Mit der Ortskernbelebung will man sich in Köttmannsdorf nun auch beschäftigen. Jedenfalls soll ein Antrag an das Land Kärnten gestellt werden. Das fördert die 30.000 Euro für den durch ein Architekturbüro begleiteten Bürgerbeteiligungsprozess zur Hälfte. Liendl: "Flächen im Ortskern stehen zur Verfügung. Es geht darum, vielleicht wieder ein Gasthaus oder Wohnungen zu schaffen, eventuell auch Büroflächen. Entscheidend ist, dass die Köttmannsdorfer sich hier einbringen."

Liendl drängt auf Radweg-Anbindung

Ein seit Jahren "leidiges" Thema ist die fehlende Radweg-Anbindung nach Klagenfurt. "Wir sind schließlich ein Naherholungsgebiet", so Liendl. "Auf der Landesstraße zu fahren, ist außerdem sehr gefährlich." Seit langer Zeit liegt ein "Vorprojekt" in der Schublade - mit einer Trasse entlang der Landesstraße bis Rotschitzen und dort nach Viktring.
Die geschätzten Kosten von rund 800.000 Euro wären für die Gemeinde mit einer Umsetzungsphase von drei bis vier Jahren zu stemmen. "Wir sind nicht im Radweg-Konzept des Landes. Deshalb müssen wir die Kosten selbst tragen. Trotzdem brauchen wir die Zustimmung des Landes, denn hauptsächlich wird auf Landesstraßen-Grund gebaut", hofft Liendl auf einen baldigen Termin beim zuständigen Landesrat Gerhard Köfer. Der Bürgermeister: "Ich will unbedingt heuer mit dem Projekt starten, das heißt mit Planung und Genehmigung."


Zur Sache: Weitere Vorhaben

>> Es wird wieder ein Bildstock in der Gemeinde saniert.
>> Geplant ist, die Postleitzahlen in der Gemeinde zu vereinheitlichen. Liendl: "Wir haben drei verschiedene Postleitzahlen, wollen aber einheitlich 9071 für Köttmannsdorf umsetzen. Die von einer Umstellung betroffenen Bürger - sie haben die Postleitzahlen von Viktring bzw. Maria Rain - haben zu drei Viertel den Wunsch nach einer Vereinheitlichung geäußert."
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