09.07.2016, 16:00 Uhr

Das Trinkwassernetz ist 715 Kilometer lang

Der größte Hochbehälter der Stadtwerke befindet sich am Spitalsberg. Er fasst rund 25.0000 Kubikmeter Trinkwasser (Foto: STW)

Stadtwerke versorgen 17.600 Haushalte mit Wasser. Pro Jahr gibt es über 400 Qualitätskontrollen.

KLAGENFURT. Jährlich verbrauchen die Klagenfurter Haushalte über sieben Milliarden Liter Trinkwasser. Das Wasserwerk der Klagenfurter Stadtwerke verfügt über die Gewinnungsanlagen Rain, Staschitz und Zwirnerwald mit insgesamt 33 Brunnenanlagen. 17.600 Haushalte sind an das Wassernetz angeschlossen und werden mittels einer rund 715 Kilometer langen Rohrleitung versorgt. Um die Wasserversorgung kümmern sich rund vierzig STW-Mitarbeiter.

400 Untersuchungen

98 Prozent des Klagenfurter Wassers werden aus der Erde gepumpt. "Von den drei Gewinnungsanlagen sind derzeit zwei in Betrieb, eine ist Backup. Die Brunnen haben eine Tiefe zwischen dreißig und siebzig Meter", erklärt Heinz Koch, Bereichsleiter Erzeugung. Von den Brunnen wird das Trinkwasser in die Hochbehälter gepumpt. Der größte der 18 Hochbehälter befindet sich am Spitalsberg, er fasst rund 25.000 Kubikmeter Wasser. "Die Anlagen sind speziell geschützt. Sie werden permanent videoüberwacht", erklärt Koch. Das Klagenfurter Trinkwasser wird mit UV-Licht behandelt. "Unsere Quellen haben eine sehr hohe Qualität. Durch die Bestrahlung mit dem Licht wird sichergestellt, dass sich keine Keime in dem Wasser bilden können. Jedes Jahr gibt es über 400 externe Untersuchungen", beschreibt Koch. Damit es zu keiner Verunreinigung des Wassers durch die Düngemittel kommt, achtet man vonseiten der Stadtwerke auf biologische Landwirtschaft. "Wir sorgen dafür, dass die Felder im Einzuggebiet der Gewinnungsanlagen möglichst schonend bewirtschaftet werden", sagt Koch.

Verantwortungsvolle Arbeit

Wie abhängig man von der Wasserversorgung ist, zeigt sich meist erst, wenn der Wasserhahn trocken beleibt. "Das Hauptrohrnetz hat eine Länge von 570 Kilometern, dabei sind die Zuleitungen zu den einzelnen Häusern noch nicht enthalten. Bei einem derart großen Netz muss man immer mit Zwischenfällen wie Rohrbrüchen rechnen", sagt Koch und weiter: "Die Behebung der Schäden ist nicht so leicht wie bei einer Fernheizleitung, da die Mitarbeiter hygienische Standards einhalten müssen. Daher haben wir einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst".
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