27.05.2016, 11:43 Uhr

Bürgermeister: Gastvortrag in Mailand

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager als Vertreter Österreichs mit Joseph Daul, Vizepräsident des Europäischen Parlaments. (Foto: privat)
KLOSTERNEUBURG / MAILAND (red.) Unter dem Titel „Youth in Action“ wurden junge Politiker von der europäischen Volkspartei EPP (European People's Party) nach Mailand zu einer Diskussion eingeladen. Als Vertreter aus Österreich nahm Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager daran teil, um einen kurzen Gastvortrag zu halten.
Das Treffen fand unter Beteiligung hoher Repräsentanten der EPP statt. Unter ihnen waren Antonio Tajani, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Joseph Daul, Präsident der EPP und der ehemalige Ministerpräsident Italiens, Silvio Berlusconi. Der Schwerpunkt der Diskussionen lag auf den gegenwärtigen großen Herausforderungen der EU und der Frage, welchen Beitrag junge „Entscheidungsträger“ leisten können.
Präsident Daul hielt eine viel beachtete emotionale Rede, in der er auf drei Grundhaltungen der EU vehement hinwies, mit welchen den Problemen zu begegnen ist. Diese sind: Verantwortung, Solidarität und Dialog. Eine besondere Schwierigkeit sah er in der Überlagerung von mehreren Krisen. So gilt es, mit den Flüchtlingsströmen, dem Erhalt des Euro und Tendenzen der Renationalisierung, wie dem Brexit, gleichzeitig fertig zu werden. Der schillernde und prominente Unternehmer und Politiker Silvio Berlusconi präsentierte sich als glühender Anhänger der Idee des vereinten Europas. Er verwies immer wieder auf die Grundaufgabe der EU seit ihrer Gründung: Schaffung von Frieden zwischen einst verfeindeten Nationen in einem freien Europa.
Natürlich wurde in diesem Zusammenhang auch die Situation der Brenner Grenze zwischen Italien und Österreich thematisiert. Der Kritik an der Haltung Österreichs, im Notfall die Grenze zu schließen, hielt Schmuckenschlager das Recht auf Sicherheit und Ordnung und die damit notwendigen Kontrollen der Migrationsbewegungen entgegen. Nur so kann die Hilfe für Jene garantiert werden, die sie am dringendsten benötigen.
Er ging dabei auf die Grenzen der Belastbarkeit der am stärksten betroffenen Länder und der freiwilligen Helfer ein. Dem Schlusswort Schmuckenschlagers: „Wir dürfen nicht mit Angst reagieren, sondern mit Antworten.“ schlossen sich die Zuhörer mit zustimmendem Applaus an.
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