20.09.2016, 12:41 Uhr

Kirche erstrahlt im Glanz von 1909

Pfarrsekretärin Karin Sponer und Pfarrgemeinderat Wilhelm Rohskopf sind mehr als nur stolz auf die "neue" Kirche.

In drei Monaten wurde Enzersfelder Kirche wieder zum Jugendstil-Schmuckstück von damals.

ENZERSFELD. 1.375 ehrenamtliche Stunden, 1,7 Kilometer Kabeln, 45 neue Beleuchtungskörper und in Summe 330.000 Euro – all das steckt in der neu renovierten Pfarrkirche Enzersfeld. In unglaublichen drei Monaten wurde geschaffen, was heute den älteren Enzersfeldern Tränen der Erinnerung in die Augen treibt. Denn was einst grau war, erstrahlt jetzt im Jugendstil-Glanz von 1909.

Nach dem Krieg übermalt

Die heutige Kirche wurde 1909 fertiggestellt, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Wilhelm Rohskopf. "1959 wurde sie erstmals renoviert, damals mit dem Hauptziel, die Kriegsschäden auszubessern." Dabei wurden viele der ursprünglichen Jugendstil-Elemente einfach übermalt.

Hell und farbenfroh

In Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz sowie dem Engagement von rund 60 Ehrenamtlichen, wurde die Kirche in ihren einstigen Zustand zurückversetzt. Feierte man während der Renovierung die Sonntagsmessen in einem Zelt, so wird der Gottesdienst nun unter hellblauem Sternenhimmel abgehalten. Auch die ursprünglichen Jugendstil-Verzierungen wurden in mühsamer Handarbeit zuerst freigelegt und erforscht, anschließend nachgemalt – eine Herausforderung für die Professionisten, denn "alles, was an Malertechnik damals, 1909, möglich war, wurde in unserer Kirche angewendet", erzählt Sponer.
Und auch das alte Taufbecken, in dem 1810 Johann Baptist Stöger getauft wurde, wird nun wieder verwendet.
Wie hell, freundlich und schön nun alles ist, kann man nicht zuletzt dank des neuen Lichtkonzeptes sehen. So wurde die alte Elektrifizierung aus dem Jahr 1928 gegen moderne LED-Beleuchtung ausgetauscht.

Pläne für die Zukunft

Damit sich auch jeder jederzeit an der "neuen" Enzersfelder Kirche erfreuen kann, soll diese bald den ganzen Tag über geöffnet sein, das erzählen Karin Sponer und Wilhelm Rohskopf voller Freude.
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