04.04.2016, 11:49 Uhr

Wein und Genuss in der Dominikanerkirche Krems: Edle Tropfen in göttlichem Ambiente

Krems an der Donau: Dominikanerkirche |

Der diesjährige im Rahmen des Wachau Gourmet Festival 2016 an zwei Tagen in der Dominikaner Kirche abgehaltene Event „Wein und Genuss“ geriet einmal mehr zur gelungenen Präsentation edler Tropfen.

74 überwiegend nationale Weingüter nützten die Gelegenheit, vor allem ihre 2015er-Weine anzupreisen - auch für die weniger bekannten Winzer eine gute Werbemöglichkeit. Auf dem geografischen Fokus standen die Weingegenden Kamptal, Thermenregion, Wachau, Wagram, Kremstal, Traisental und Carnuntum. Bei den 'Premium Wines' setzte man auf Baden und Mosel (DE), Australien, Piemont und Toskana (IT). Die im Tasting Corner angebotenen Speisen, Kosmetikprodukte, Biere und Schnäpse mussten die zahlenden Besucher zusätzlich berappen.

Kritisch ist auch die Leihgebühr für Gläser zu hinterfragen: 20 Euro pro Glas wirken abgehoben und nicht nachvollziehbar, speziell für jene, die gewöhnt sind, bargeldlos zu zahlen. Fazit: ‚Wein und Genuss‘ war erneut eine gut besuchte Veranstaltung; den Besuchern wurde in einzigartigem Ambiente ein repräsentativer Überblick über Regionen, Winzer, Geschmacks- und Preisunterschiede geboten. Lediglich die Preisgestaltung hinterlässt einen Wermutstropfen - hier könnte der Veranstalter über künftige All-In-Packages nachdenken.

Stimmen

Peter Molnar & Gattin, Krems: „Wir kommen jedes Jahr, kosten die aktuellen Weine jener Weingüter, die wir kennen und schätzen. Unsere Favoriten sind Grüner Veltliner, Riesling, Muskateller und Zweigelt aus Wachau, Krems- und Kamptal. Rotweine mögen wir auch aus dem Burgenland."

Katharina und Manfred, Wien: „Wir verbringen mit Freunden hier einen netten Nachmittag, trinken Wein mit Fokus auf die Region, vergleichen gerne, vor allem den aktuellen Jahrgang. Zuletzt haben wir in Südafrika Weine verkostet, die zwar sehr gut aber nicht so gut wie unsere sind. Bei der Veranstaltung entscheiden wir, was wir später kaufen."

Josef Edlinger, Winzer: „Ich freue mich als kleines Weingut über die große Streuung des Publikums. Wir verkaufen an Private - da wir Gästezimmer in Furth haben, lässt sich das sehr gut kombinieren. Die Qualität des 2015er-Weins ist hervorragend, auch wenn man hier vor Ort auf unterschiedliche Güte trifft. Bei uns werden die Trauben von 30 Hektar manuell gelesen, worauf wir sehr stolz sind.“

Bernd Salomon, Winzer: „Unsere australischen Rotweine sind ein guter Kontrast. Damit zeigen wir, wie das unterschiedliche Klima die Sorten Shiraz und Cabernet Sauvignon akzentuiert. Die 'Australier' kommen bei unseren Kunden sehr gut an. Das Publikum hier ist toll, Nachfrage und Werbeeffekt sind großartig.

Johann Gisperg, Burgundermacher aus Teesdorf: "Das Publikum ist sehr interessant, sowohl national als auch international vertreten. Diese Mischung macht für unseren Betrieb einen spannenden Mix aus. Als Burgundermacher bin ich einer der wenigen Rotweinwinzer hier. Meine Zeit kommt gegen Tagesende, wo die Leute auf Rotwein umsteigen. Der Weinliebhaber schätzt es sehr, wenn man einen Pinot im Angebot hat."
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