09.07.2016, 00:00 Uhr

OÖ Versicherung: Trotz vieler Unwetterschäden auf Kurs

Generaldirektor Josef Stockinger (re.) und Vorstandskollege Othmar Nagl. (Foto: OÖ Versicherung AG)

6,3 Prozent mehr Schadensleistungen der Versicherung wegen regionaler Unwetter und Großbrände.

OÖ. „Die Oberösterreichische bleibt auch im ersten Halbjahr 2016 auf dem soliden Kurs der vergangenen Jahre“, ziehen Generaldirektor Josef Stockinger und sein Vorstandskollege Othmar Nagl Bilanz: Verhaltenes Wirtschaftswachstum, die aufgrund niedriger Inflationsraten fehlende Indexanpassung bei den Prämien und ein kompetitives Marktumfeld haben die Prämien nicht wie gewohnt wachsen lassen.

Gleichzeitig führt eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Schadenbelastung zu steigenden Versicherungsleistungen. Dennoch bleibt die Oberösterreichische in der Vorschaurechnung aufgrund verstärkter Automation und Kostensenkungen mit einem Ziel-EGT von 20 Millionen Euro im Plan.

Die Versicherung konnte im Bereich Schaden/Unfall prämienseitig in den ersten sechs Monaten lediglich um 1,5 Prozent statt geplanter 2,4 Prozent zulegen. Stabil zeigt sich hingegen der Kfz-Bereich mit besonders erfreulichen Zuwächsen von 4,1 Prozent bei den Kaskoversicherungen. Auch Rechtschutz (+ 5,9 Prozent) und Haftpflicht (+3,8 Prozent) erwiesen sich als Wachstumsmotoren. Plangemäß entwickelt sich hingegen der Vorsorgebereich.

Spektakuläre Brandfälle in den letzten Wochen haben im ersten Halbjahr zu einem Anstieg der Schadensbelastung in der Feuersparte um 73 Prozent geführt. Insbesondere in Gewerbe und Landwirtschaft haben die Brandschadensfälle stark zugenommen. 2016 ist somit schon jetzt ein ausgesprochenes „Feuer-Jahr“ für die Oberösterreichische.
Summiert haben sich auch lokale Extremniederschläge in den vergangenen Wochen, die sich mit rund 2.800 Schadensfällen bemerkbar gemacht haben. Etwa 4,5 Millionen Euro an Versicherungsleistungen mussten dafür bereits aufgewendet werden. Auffallend ist, dass immer öfter sehr lokal auftretende Gewitter und Extremniederschläge beträchtliche Schäden verursachen.

Insgesamt liegen die Schadenleistungen mit 78,8 Millionen Euro in der ersten Hälfte dieses Jahres um 6,3 Prozent über dem Vorjahr, fasst Generaldirektor-Stellvertreter Nagl zusammen.
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