22.09.2016, 14:26 Uhr

Berührende Musik von Donatori di Musica im Krankenhaus Zams

Dr. Elio Maria Vinci & Dr. Giovanni Meglio (Fachärzte, Bozen), Prim. Dr. Claudio Graiff (Krankenhaus Bozen), die Musiker Roberto Prosseda & Andreas Pehl, Sr. Barbara Flad, Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler (GF Krankenhaus Zams) und Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll (ärtzl. Leistung, Krankenhaus Zams).

Berührende Werke von W.A. Mozart für schwerkranke Patienten.

ZAMS (joli). Die Donatori di Musica machen Musik für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine, oder nur mehr beschränkt Konzerte besuchen können. Das 2009 in Italien gegründete Netzwerk aus insgesamt über 400 hochkarätigen, ehrenamtlichen Musikern trat am Mittwoch erstmals in Österreich im Krankenhaus Zams auf.
Die Vielzahl an Auftritten ist nur durch die einzigartige Zusammensetzung der Donatori zu bewältigen. Sie sind kein Orchester, das von Konzert zu Konzert reist. Vielmehr haben sich in dem Netzwerk Menschen mit einem gemeinsamen Ziel zusammengefunden: Musik an kranke Menschen zu spenden. Dafür treten die hochkarätigen Musiker in unterschiedlichen Besetzungen, Variationen und mit unterschiedlichen Instrumenten kostenfrei auf.
"Es ist eine Initiative, die wir von uns aus sehr gerne weiter tragen würden", betont Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll, ärztlicher Leiter des Krankenhauses Zams, und Konzertorganisatorin Sr. Barbara Flad ergänzte dazu: "Es ist unser Auftrag nicht nur auf den Patienten zu schauen, sondern auf den ganzen Menschen. Das heutige Konzert soll für viele berührende Abende ein Beginn sein. Denn für mich wäre das größte Geschenk, wenn die Menschen berührt davon sind."
Für den Konzertabend wurde extra ein Klavier mit Unterstützung von Spenden angekauft, erklärte der Geschäftsführer des Krankenhauses Zams, Dipl. KH-Bw. Bernhard Guggenbichler.

W.A. Monzart im Krankenhaus Zams

Roberto Prosseda (Klavier) und Andreas Pehl (Countertenor) präsentierten in der Onkologischen Tagesklinik des Krankenhaus Zams Klavierstücke und Lieder von W.A. Mozart.
Prosseda ist vor Kurzem noch in der Mailänder Scala, oder in der Moscow Philharmonic Hall aufgetreten. Pehl arbeitet am Berliner Sinfonie-Orchester und tritt als Solist bei namhaften Festivals wie den Händelfestspielen in Halle auf.
Es ist die Einzigartigkeit von live gespielter Musik, die Dr. Claudio Graiff, Primar an der Onkologischen Klinik Bozen, vor einigen Jahren dazu bewegt hat, das Künstlernetzwerk Donatori di Musica ins Leben zu rufen, um kostenlose Konzerte in Krankenhäusern zu veranstalten.
Seither ist der Zusammenschluss aus Ärzten, Musikern, Patienten, Pflegern und Angehörigen fast 500-mal aufgetreten. Die Künstler wollen den Patientinnen und Patienten so ein Stück Lebensfreude und vor allem Lebensmut zurückgeben.
"Musik ist für uns alle wichtig. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein kulturelles Angebot, sondern schafft neue Beziehungen zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten und verbessert das Miteinander", erklärt Dr. Graiff.
Die kostenlose Veranstaltung war den Patienten, deren Angehörigen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses Zams vorbehalten.
Das nächsten Konzert ist für November 2016 geplant, verriet Sr. Barbara Flad.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.