11.05.2016, 08:00 Uhr

Was Altpapier alles kann

Moderner Schmuck muss nicht immer teuer und importiert sein, Christina Hornbacher stellt Schmuck aus Altpapier her.

Umweltschutz im modernen Stil: Christina Hornbacher stellt Schmuck aus Altpapier her.

LEOBEN. Von anderen sorglos in den Müll geworfen, landen alte Zeitschriften und Cornflakes-Packungen bei Christina Hornbacher farblich sortiert und gestapelt in ihrer Kreativecke. "Aus Papier kann man so viel machen", ist sie überzeugt. Denn aus Altpapier zaubert Christina Hornbacher modernen Schmuck mit trendigen Designs.
"Upcycling" nennt sich das Ganze auf Englisch, denn Abfallprodukte werden bei ihr in neuwertige Produkte umgewandelt. Zusammen mit dem Wort "Asseccories" (Englisch für Zubehör) entstand so vor etwa drei Jahren ihre eigene Schmuckmarke mit dem Namen "Upseccories".

Umweltfreundliches Hobby
Die 26-Jährige hat sich schon immer für den Umweltschutz interessiert, deshalb hat sie auch den Master in Energie-, Verkehrs- und Umweltmanagement in Kapfenberg abgelegt. Zu ihrem umweltbewussten Hobby hat sie durch Zufall gefunden. "Ich sollte an der FH Kapfenberg einen Workshop zum Thema Müll und Recycling für den Girls Day abhalten. Damals gab es den Trend mit Schmuck aus Nespresso-Kapseln – ich hatte aber keine Kapseln zu Hause, sondern viele Zeitschriften", erzählt die Leobenerin. "Dann haben wir Origami-Sterne und Perlen aus Papier gebastelt."
Einmal angefangen, hat die Leidenschaft sie nicht mehr losgelassen. Durch viel Übung und durch das Ausprobieren verschiedenster Techniken weiß sie nun ganz genau, welches Zeitungspapier und welcher Lack am besten für ihren Papier-Schmuck geeignet sind. "Ich komme gar nicht mehr richtig zum Lesen, ich schaue in Zeitschriften nur mehr auf Formen und Muster", sagt sie.

Geschäftsidee
Als Hobby angefangen, hat sich das Schmuckbasteln für Hornbacher rasend schnell weiterentwickelt. Den Schmuck stellt sie auf ihrer Facebookseite aus oder auf verschiedensten Kunsthandwerksmärkten. "Jedes Stück ist ein Unikat, extra ausgesucht und mit viel Liebe zum Detail verarbeitet." Dabei achtet sie besonders darauf, junge und moderne Muster zu verwenden. "Am coolsten ist es, wenn persönliche Bestellungen von Kunden eingehen. Am meisten Freude habe ich, wenn sich die Kunden über den Schmuck freuen." Denn für sie steht die Freude an der Kunst im Vordergrund, nicht das Geld. Ob sie in Zukunft irgendwann davon leben kann, weiß die Designerin noch nicht, aber nachhaltigen Schmuck und Mode zusammen mit ihrer Freundin herzustellen, würde ihr gefallen. "Ich möchte noch mehr Grenzen überschreiten, das geht mit Papier alleine nicht", sagt die kreative Jungunternehmerin.

Zur Facebookseite: Upcessories
Nächste Ausstellung: Am 4. Juni in der "Kreativen Stadt" in Knittelfeld.
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