04.05.2016, 13:02 Uhr

Fünf Schuldsprüche im Bodypacker-Prozess

Der Bodypacker hielt Kokain im Wert von 90.000 Euro im Körper versteckt. Foto: Botas/Fotolia
LINZ (red). Der Prozess um einen 37-jährigen Bodypacker, der beim Transport von Kokain beinahe ums Leben gekommen wäre, hat kürzlich im Landesgericht Linz mit Schuldsprüchen für fünf Angeklagte geendet. Der 37-Jährige hatte 1,3 Kilogramm Kokain in 133 Portionssäckchen geschluckt und war dann aus der Dominikanischen Republik nach Oberösterreich gereist. In einer Wohnung in Linz sollte er sie wieder ausscheiden. Da er einen künstlichen Darmausgang hatte, mislang das Vorhaben. Zwei der fünf Angeklagten hatten den Mann vom Flughafen Wien nach Linz gebracht. Dort wurden ihm alle möglichen Mittel verabreicht und sogar eine Pinzette verwendet, um an die Kugeln in seinem Körper zu gelangen. Das war so schmerzhaft, dass er sogar in Ohnmacht fiel, wie er zu Protokoll gab. Es kamen aber nur zwölf Kugeln zutage. Der Zustand des Mannes verschlechterte sich, weshalb ihn die Beschuldigten in Tschechien aussetzten. Er schleppte sich dort noch in ein Hotel, die Rezeption rief die Rettung. Der Mann wurde durch eine Notoperation gerettet. Alle Angeklagten fassten Strafen zwischen dreieinhalb und zehn Jahren aus.
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