16.05.2016, 07:21 Uhr

Noch immer viel zu viele Arbeitsunfälle!

Noch immer viel zu viele Arbeitsunfälle! Arbeiterkammer Oberösterreich fordert deshalb mehr Rechte für Sicherheitsvertrauenspersonen! (Symbol)Foto: Ivica Stojak, honorarfrei!
Linz: Arbeiterkammer OÖ |

Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) fordert mehr Rechte für Sicherheitsvertrauenspersonen


Laut der Presseaussendung der AK OÖ vom 12. Mai 2016 gab es im Jahr 2015 in Oberösterreich 20.215 Arbeitsunfälle, in ganz Österreich 101.468. Und da nicht nur jeder Arbeitsunfall einer zu viel ist, und sich darüber hinaus ein großer Teil dieser Unfälle vermeiden ließe, wenn nur die entsprechende Prävention ernster genommen werden würde, fordert die AK OÖ sowohl mehr Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat als auch mehr Rechte für Sicherheitsvertrauenspersonen.

Denn laut der AK OÖ entziehen sich fast 4.000 oberösterreichische Betriebe ihrer Verpflichtung zur Nominierung einer Sicherheitsvertrauensperson. Darüber hinaus klagen viele der schon bestehenden Sicherheitsvertrauenspersonen über mangelnde Unterstützung in ihrem Betrieb.

Die AK OÖ startete kürzlich einen Schwerpunkt zur Information und Stärkung der Sicherheitsvertrauenspersonen. Denn obwohl ArbeitgeberInnen gesetzlich verpflichtet sind, für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu sorgen, ist in 3.780 Betrieben im Bundesland keine Sicherheitsvertrauensperson bestellt.

Und obwohl ArbeitnehmerInnen das gesetzlich verbriefte Recht haben, den Arbeitsplatz am Ende des Tages wieder gesund und unverletzt verlassen zu können, ereigneten sich im Jahr 2015 in Oberösterreich 20.215 Arbeitsunfälle (18.113 Arbeitsunfälle im engeren Sinn und 2.102 Wegunfälle).

Aus diesem Grund und trotz aller bisherigen Fortschritte im Arbeitnehmerschutz gibt es aufgrund dieser Zahlen dringenden Handlungsbedarf in der Prävention von Unfällen und Berufskrankheiten. Die AK OÖ verlangt deshalb verpflichtende Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat, ob die Sicherheitsvertrauenspersonen (in ausreichender Zahl) bestellt sind.

In einer aktuellen AK-Umfrage sagen darüber hinaus 41 Prozent der befragten Sicherheitsvertrauenspersonen, dass sie ihre Tätigkeit nicht so ausüben können, wie sie das gerne machen würden. Und von diesen wiederum geben 78 Prozent Zeitdruck in der Arbeit als Grund dafür an, dass sie ihre Funktion nicht wahrnehmen können. 60 Prozent stoßen auf mangelndes Interesse des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin oder der KollegInnen.

Der Zeitdruck spiegelt sich auch in der Frage nach dem Zeitaufwand wider: Fast vier Fünftel der Befragten, genauer 79 Prozent, wenden weniger als drei Stunden pro Monat für ihre Tätigkeit als Sicherheitsvertrauensperson auf. Deshalb die AK-Forderung: Freistellung für die Tätigkeit als Sicherheitsvertrauensperson im Ausmaß von mindestens fünf Stunden pro Monat und Sicherheitsvertrauensperson.

Weil nur 24 Prozent der befragten Sicherheitsvertrauenspersonen an relevanten Weiterbildungen teilnehmen können, verlangt die AK eine verpflichtende Freistellung für Weiterbildung im Ausmaß von mindestens einer Woche in der Funktionsperiode (vier Jahre).

Außerdem müssen nach Ansicht der AK OÖ die Sicherheitsvertrauenspersonen und Betriebsräte bei Betriebsbegehungen durch das Arbeitsinspektorat nicht nur verpflichtend beigezogen werden, sondern sie müssen darüber hinaus auch ein Anrecht auf die Übermittlung der entsprechenden Protokolle haben.
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Alois Knopper aus Klagenfurt | 16.05.2016 | 09:09   Melden
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grete g. aus Leopoldstadt | 16.05.2016 | 22:40   Melden
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Ivica Stojak aus Linz | 18.05.2016 | 07:00   Melden
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Ivica Stojak aus Linz | 18.05.2016 | 07:02   Melden
27.295
Alois Knopper aus Klagenfurt | 18.05.2016 | 11:51   Melden
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