17.03.2016, 14:49 Uhr

Diskussionen um KUZ-Neubau gehen weiter

Die Bürgerinitiative befürchtet, dass vom bestehenden Gebäude fast nicht übrig bleiben wird. (Foto: Archiv)

Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen und das Ergebnis wird demnächst bekannt gegeben.

MATTERSBURG. Seit eineinhalb Jahren ist das Kulturzentrum Mattersburg nun geschlossen. Es soll umgebaut, in wesentlichen Merkmalen aber erhalten werden, so die Vorgabe für den ausgeschriebenen Architektenwettbewerb, dessen Ergebnis nun vorliegt.

Wesentliche Merkmale bleiben

Das Siegerprojekt darf aber noch nicht präsentiert werden. „Anfang April, wenn die Einspruchsfristen und die gesetzlich vorgegebenen Termine eingehalten worden seien, wird das Projekt der Öffentlichkeit präsentier“, so Kulturlandesrat Helmut Bieler, der die Befürchtung der Bürgerinitiative, dass vom bestehenden Gebäude fast nicht übrig bleiben werde, nicht nachvollziehen kann und bestätigt: „Die wesentlichen Merkmale dieses brutalen Stils, wie es heißt, sollen erhalten bleiben und so wird es auch sein“.

Aufwertung des KUZ

Auch die SPÖ Bezirksorganisation Mattersburg garantiert, dass die gefassten Beschlüsse unumgänglich sind: „Wir werden alles dafür tun, dass das Kulturzentrum als kulturelles Aushängeschild des Bezirks langfristig abgesichert und als Veranstaltungszentrum sogar aufgewertet wird und zugleich die markanten Merkmale des Brutalismus erhalten bleiben. Wir wollen ein wichtiges Stück Architekturtradition, das für die Ära Kery/Sinowatz/Mader steht, in die Zukunft mitnehmen“, so SP-Bezirksvorsitzender Christian Illedits, der auf eine rasche Umsetzung, etwa Baubeginn noch im Herbst diesen Jahres, drängt.

„Wollen endlich Klarheit“

Für Mattersburgs Stadt-ÖVP ist das allerdings zu wenig und deshalb fordert Vizebürgermeister Michael Ulrich: „Die SPÖ soll das konkrete Datum nennen, wann das Kulturzentrum Mattersburg wieder eröffnet wird, denn die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu wissen, wie es um das KUZ steht!“

„Bleibt nur wenig übrig“

Vertreter der Plattform „Rettet das Kulturzentrum“ und Sonja Sieber, Gemeinderätin und Bezirkssprecherin der Grünen, befürchten allerdings, dass vom bestehenden Gebäude nur wenig übrig bleiben wird.

„Werte werden genommen“

„Nach dem frischen Wind, den Gerald Mader mit den Kulturzentren in das Burgenland brachte, pervertieren seine Nachfolger in der SPÖ nun diese geniale Idee,“ wundert sich Sieber. „Anstatt mit Stolz an der Weiterführung zu arbeiten und die Häuser – auch in ihrer architektonischen Besonderheit – zu erhalten, nimmt man ihnen jeglichen Wert.“
Besonders gefährdet sieht Sieber aber nicht nur das „Innenleben“, sondern vor allem auch der Bau selbst. „Der Außenbereich des Hauses wird, zumindest der Machbarkeitsstudie nach, völlig verändert. Auch die für das Erscheinungsbild so prägende ‚Arena‘ verschwindet“, fürchtet Sieber.
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