13.07.2016, 00:00 Uhr

Einfach näher dran: Hans Hatzl führte durch Kitzladen

Bezirksfeuerwehrkommandant Hans Hatzl zeigt auf den Platz, wo früher die Volksschule stand, mit der Pfarrkirche im Hintergrund.

Von der alten Volksschule bis zum Hengstbrunnen - im Ortsteil Kitzladen hat sich viel verändert.

KITZLADEN (ms). LBDS Hans Hatzl wohnt zwar seit einigen Jahren in Pinkafeld, doch mit seinem Heimatort ist der Bezirksfeuerwehrkommandant nach wie vor eng verbunden.
"In all den Jahren hat sich viel verändert, doch eines bis heute geblieben. Der Zusammenhalt in der Bevölkerung ist nach wie vor sehr groß", erklärt Hatzl.

"Da Lehrer und da Pfarrer"

Die Volksschule besuchte er noch in Kitzladen. "Diese war einklassig und alle Schüler von der ersten bis zur achten Schulstufe wurden von einem Lehrer unterrichtet. In den Pausen haben wir Fußball gespielt und sind auf einer alten Linde herumgekraxelt. Im benachbarten Kaufhaus haben wir dann in der Pause oder nach Unterricht eingekauft. Heute gibt es weder die Linde, noch die Schule und auch das Kaufhaus ist nicht mehr", berichtet Hatzl. Nach der Gemeindezusammenlegung wurde auch der Schulstandort Kitzladen mit Loipersdorf zusammengelegt.
Stattdessen befindet sich dort ein Parkplatz und kleiner Park mit einem Holzhäuschen. "Der Verschönerungsverein hat diesen Platz hier neu gestaltet und vor einigen Jahren auch eine neue Linde gepflanzt, die mittlerweile auch schon groß geworden ist", schildert der Kitzladener.
Der Platz heißt bis heute noch "Herrenwiese", was die Straßenbezeichnung "Herrenseite" auch offiziell bescheinigt. "Da haben der Lehrer und der Pfarrer gewohnt, also die "Herren". Das Rest war das "Dorf", wo die vielen Bauern wohnten. Früher hatte praktisch jedes Haus eine Wirtschaft, es gab einen Schmied, eine Mühle usw., heute sind sie nur noch schöne Erinnerung", meint Hatzl.

Kleiner Kirchenchor

Hans Hatzl ist selbst noch in der Gemeinde aktiv. "Ich singe im kleinen Kirchenchor. Wir gestalten Begräbnisse, kleine Feiern, Firmungen usw. Kitzladen ist eine Pfarrkirche mit den Filialen Buchschachen und Loipersdorf, werden aber im gemeinsamen Pfarrverband mit Pinkafeld betreut. Es soll aber wieder ein eigener Pfarrer kommen, dann ist das umgebaute Pfarrhaus auch nicht mehr verwaist", blickt der langjährige Pfarrgemeinderat in die Zukunft.
Dann schwenkt er wieder in die Vergangenheit: "Auf der "Pfarrerhöhe" hinter der Kirche waren wir als Kinder Schi und Schlittenfahren. Von dort gibt es auch einen wunderbaren Ausblick auf den Ort. Es gab auch einen Männergesangsverein "Beethoven", der aber nicht mehr aktiv ist", so Hatzl.

Feuerwehr und Brunnen

Als Bezirksfeuerwehrkommandant liegt ihm natürlich auch die Ortsfeuerwehr am Herzen, zu der er nach wie vor ein enges Verhältnis pflegt: "Die Feuerwehr Kitzladen wurde 1897 gegründet. Vor rund 20 Jahren wurde das alte kleine Feuerwehrhaus abgerissen und durch ein neues ersetzt. Dieses besitzt auch einen Veranstaltungssaal und wird als Wahllokal genutzt. Es ist bis heute ein wichtiges Kommunikationszentrum für die Bevölkerung."
Ein solches war u.a. auch die ehemalige Milchhalle oder der Hengstbrunnen vis a vis. "Dort hat man sich in früheren Zeiten getroffen. Heute ist hier ein Springbrunnen aufgestellt, der auch als Treffpunkt gerne angenommen wird. Dann sitzen Leute am Bankerl und plaudern miteinander", erzählt er. Der Springbrunnen war - auch wenn er gerade nicht sprudelte - für die kleine Johanna ebenfalls faszinierend.

Sterntalerhof

In Kitzladen befindet sich zudem die Kinder-Pferdehospiz Sterntalerhof. "Es wird dort wirklich tolle Arbeit für sterbenskranke Kinder und deren Familien geleistet. Es gibt seitens der Vereine und auch der Pfarrgemeinde immer wieder Aktivitäten, die dem Sterntalerhof zugute kommen. Bei dem einen oder anderen treten wir mit unserem kleinen Chor auch auf", berichtet Hatzl.
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