20.05.2016, 14:56 Uhr

Sauberer Strom für 550 Haushalte

Erwin Lukasser mit Ingrid Felipe Josef Geisler und Rupert Ebenbichler von der Wasser Tirol.

Kraftwerk Lukasser in Assling trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich revitalisiert.

ASSLING (red). Das Ziel, das sich das Land Tirol für das Jahr 2050 gesetzt hat, hat man in der Osttiroler e5-Gemeinde Assling in vielen Bereichen schon erreicht. Abgesehen von der Mobilität ist Assling bereits jetzt energieautonom und produziert mehr saubere Energie als in der Gemeinde benötigt wird. Einen wesentlichen Beitrag zur Energieunabhängigkeit leistet das revitalisierte Kleinwasserkraftwerk von Erwin Lukasser am Kristeinbach.

Seit Frühjahr 2014 ist die revitalisierte Kraftwerksanlage am Kristeinbach in Betrieb. Ursprünglich diente das Kleinwasserkraftwerk der Deckung des Strombedarfs des landwirtschaftlichen Betriebs der Familie Lukasser. Als dieser erweitert wurde, wurde 1989 auch das Kraftwerk neu gebaut. 25 Jahre später wurde die Anlage neuerlich adaptiert. Der erzeugte Strom wird ins Netz des E-Werks Assling eingespeist.

Mit geringfügigen Änderungen der bestehenden Anlage konnten drohende Verluste verhindert und die Stromproduktion sogar um rund sieben Prozent gesteigert werden – und das obwohl in Summe eine höhere Pflichtwasserabgabe vorgeschrieben wurde. Auch eine Fischaufstiegshilfe wurde errichtet. Mit der nunmehr erzeugten Strommenge können rein rechnerisch mehr als drei Viertel aller Haushalte in Assling versorgt werden.
„Zwei Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt das Kraftwerk am Kristeinbach. Damit leistet Erwin Lukasser einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energieziele des Landes“, würdigt LHStv Josef Geisler das umgesetzte Revitalisierungsprojekt. In Osttirol gibt es rund 140 derartige Anlagen. Tirolweit sind es gut 850.
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