22.06.2016, 16:39 Uhr

Lohnschere immer noch zu groß

Die Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin des ÖGB Renate Anderl (l.) und ihre Osttiroler Kollegin Gabriele Zambelli. (Foto: ÖGB/Kuenz)
OSTTIROL (red). Tirol hat sich in puncto Einkommensgerechtigkeit verbessert, liegt aber österreichweit nach wie vor an drittletzter Stelle – nur in Vorarlberg und Oberösterreich geht die Einkommensschere noch weiter auseinander. Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern liegt im Bezirk Lienz bei 9.945 Euro brutto (Stand 2015).
Frauen verdienen im Bezirk Osttirol im Schnitt 19,9 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, das entspricht knapp 73 Tagen unbezahlter Arbeit. Damit liegen die Osttiroler Frauen allerdings besser als der tirolweite Durchschnitt. In Tirol verdienen Frauen 25,1 Prozent weniger, das entspricht 92 unbezahlten Tagen pro Jahr. "Grundsätzlich ist es natürlich absolut positiv zu bewerten, dass in Osttirol die Einkommensschere nicht so weit auseinander geht. Trotzdem ist kein Schulterklopfen angebracht, denn leider sind in Osttirol die Löhne und Gehälter generell sehr niedrig", erklären die Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin des ÖGB Renate Anderl und ihre Osttiroler Kollegin Gabriele Zambelli.
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