18.07.2016, 22:44 Uhr

Vier Pongauer reisen nach Südafrika

Archivaufnahme aus dem Jahr 2012.

Bereits zum dritten Mal wird die St. Johanner Familie Hardt-Stremayr ihren Urlaub zur tatkräftigen Unterstützung von Missionaren in Südafrika verwenden.

Wie in den Jahren 2009 und 2012 werden sie auch heuer wieder sieben Wochen und einen Tag im Hopewell, ca. 60 km westlich von der Fußball WM-Stadt Durban entfernt, verbringen. Sie besuchen dort zwei Schwägerinnen und einen Schwager mit deren Kindern, welche in einem township mitten unter den Schwarzen wohnen und arbeiten. Solche Städte wurden in der Zeit der Apartheid errichtet, um eine Rassentrennung auch unter Anwendung von Gewalt zu erzielen. Etwa zur gleichen Zeit, als in Europa der Kalte Krieg beendet wurde, wurde in Südafrika die Apartheid formell abgeschafft.

Die Situation vor Ort

Die beiden Missionarsfamilien leben dort als bekennende Christen und scheinen als Licht unter geschätzten 40.000 Menschen. Sie haben vor mehr als 10 Jahren Innsbruck verlassen und sind in Eigenregie nach Südafrika übersiedelt, um dort sowohl im sozialen Bereich (z. B. Förderunterricht Englisch, Nähkurs, patchwork – Arbeiten, Kinderspielgruppen, Leihbücherei, Schulnachhilfe, praktische Hilfe, etc.) als auch im geistlichen Bereich (gemeinsames Bibellesen auf Zulu, christliche Teenager-Kreise, christliche Kindererziehung) anzubieten. Bei ihnen gibt es, im Gegensatz zu anderen Missionare keine Bürozeiten, in welchen sie in ein township fahren, sondern sie sind rund um die Uhr vor Ort und ansprechbar. So wirken sie als kleine Insiderzelle, unabhängig von großen Missionsgesellschaften, mitten in einem Gebiet, dass wegen der erhöhten Kriminalität immer noch von Weißen gemieden wird. Fernab von pseudo-traditionellen Touristenangeboten wird die Familie Hardt-Stremayr somit Land und Leute somit erneut auf einmalige Art kennen lernen können.

Jetzt gehts los

Aktuell werden die Koffer gepackt und das größte Problem sind die Gewichtsbeschränkungen der Airline: Es wird aber keine gespendete Puppe und kein gespendetes Spielzeugauto zurückgelassen, versichert die Familie mit strahlenden Augen. Auch wenn sie durch die letzten beiden Besuche wissen, dass eine anstrengende Zeit im südafrikanischen Winter auf sie zukommt, freuen sie sich dennoch auf diese wertvolle Zeit in ihrem Leben. Am Donnerstag beginnt ihre Reise ins 9.000 km entfernte Südafrika.

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