20.04.2016, 16:00 Uhr

Kein Duell in der Nachbarschaft

Reutte und Lechaschau sind durch den Lech getrennt und mit der Brücke verbunden. Das hätte das Duell spannend gemacht.
LECHASCHAU/REUTTE (rei). Im Gemeinderat hatte Bgm. Luis Oberer wissen lassen, dass ein großer österreichischer TV-Sender eine Sendung plant, in der sich zwei Außerferner Gemeinden im Wettstreit gegenüberstehen. Reutte und Lechaschau sollten sich im lustig/sportlichen Wettstreit messen.
Ursprünglich war daran gedacht, dass Vils gemeinsam mit Reutte "in den Ring steigt", aber seitens der Grenzstädter hielt sich das Interesse in Grenzen, daher Lechaschau.
Doch so weit kommt es nicht, "alles ist auf Eis gelegt", sagt Christian Pölzl vom Tourismusverband Reutte.
Dabei war man mit den Vorbereitungen schon weit. Ein Produktionsteam aus München war da und hatte sich alles angesehen. "Sie waren begeistert", erzählt Pölzl. Am Sendekonzept wurde intensiv gefeilt, sogar die Zimmerliste für jene Mitarbeiter, die während der Produktion in Reutte gearbeitet hätten, war fertig.

Absage am Montag
Jetzt ist alles anders: "Am Freitag hatten wir noch Kontakt mit den Verantwortlichen. Diese Woche war ein großes Treffen mit allen Beteiligten geplant. Am Montag habe ich dann die Mitteilung bekommen, dass alles auf Eis gelegt ist", bedauert Pölzl die Entscheidung des Senders.
Dort befinde sich derzeit einiges im Fluss. "Unseres Wissens nach ist unklar, ob die Sendung zu einem späteren Zeitpunkt noch produziert wird, oder ganz von der Produktionsliste verschwindet."
Betroffen davon sind aber nicht nur der Tourismusverband Reutte bzw. die beiden beteiligten Außerferner Gemeinden. Auch in anderen Regionen Österreichs waren vergleichbare Duelle geplant. Auch für diese heißt es jetzt erst einmal warten.

Schade um die Werbung
Es wäre eine tolle Werbung geworden. Gemunkelt wird von einem Werbewert in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Der Kostenanteil für den TVB hätte sich da bescheiden ausgenommen, lediglich die Übernachtungs- und Verpflegungskosten des Produktionsteams hätte man übernehmen müssen.
90 Minuten lang sollte das "Duell" zur allerbesten Sendezeit ausgestrahlt werden.
"Wir haben uns sicher nichts vorzuwerfen. Wir waren sehr schnell bei der Bewerbung und hatten offenbar Interessantes zu bieten. Daher auch der Zuschlag. Dass die Sendung jetzt nicht produziert wird, dafür können wir nichts", schließt Christian Pölzl.
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