11.04.2016, 13:08 Uhr

Virtuelle Welt wird real

VR Brille (Foto: FH Salzburg (c))

Trends beim 'Gaming': Spiele wandern aus dem Bildschirm heraus & Spieler tauchen in virtuelle Welten ein.

BEZIRK. Computerspiele prägen unsere Kultur. Innerhalb von etwa 50 Jahren haben sie sich von technischen Versuchen zu einer einflussreichen Freizeitgestaltungsform entwickelt. "Spielen wird immer mehr zu einer offiziell anerkannten Freizeitaktivität", weiß Wolfgang Litzlbauer, Inhaber der Spiele und App-Schmiede „Actionwerk“ in Ried. Es gäbe heute nicht mehr nur die eine Gruppe. "Auch die 40- bis 50-Jährigen spielen gerne, haben aber einfach weniger Zeit. Deshalb werden Spiele für diese Zielgruppe kürzer konzipiert", so der Spieleentwickler. Geht es um die Zukunft von Computerspielen, so können unterschiedliche Trends erkannt werden. „2016 wird ein spannendes Jahr“, so Litzlbauer mit Blick auf die großen Virtual Reality (VR) Brillen-Entwickler Oculus und Sony, die gerade ihre von vielen ersehnten Produkte auf den Markt bringen. Mit VR-Brillen kann der Nutzer direkt in das Spielgeschehen eintauchen. "Virtual Reality birgt ein super Potential für Spiele, man muss aber erst herausfinden, was wirklich mit der Brille funktioniert" meint der Experte.

Grenzen verschwinden
Nicht nur Spiele, auch Filme oder Social Media sollen von der neuen Technologie profitieren. Die Grenzen zwischen Spielewelt und Social Media würden dabei mehr aufgelöst. „Facebook hat den VR Entwickler Oculus ja nicht umsonst gekauft. Nutzer können sich so „real“ treffen, während sie gemeinsam ein Spiel spielen.“

Zum Greifen nahe
Seit es Computerspiele gibt, wird gemeinsam gespielt. Im Gegensatz zu früher muss man sich jedoch nicht mehr vor einem Bildschirm versammeln um abwechselnd sein Können unter Beweis zu stellen. "Neben dem Wettstreit hat sich das kooperative Spiel, das Co-op, entwickelt, das immer populärer wird", so Litzlbauer. Oft würden auf diesem Weg Freundschaften entstehen, die über das Spiel und die Virtualität hinaus in die Wirklichkeit reichten.

Brettspiel der 21. Jhdts.
Die Verbindung zur Realität entsteht auch, wenn Spiele aus dem Bildschirm heraus wandern. "Spielfiguren in Kombination mit einem Tablet zu verwenden, wird sicher noch mehr. Da kann man sich schon vorstellen, gemeinsam am Tisch zu sitzen um zu spielen."
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