30.08.2016, 13:57 Uhr

Mursi, Amnesty International und die Integration

Am 5. und 6. November gibt es den bereits traditionellen Bücherflohmarkt von Amnesty International Rohrbach im Pfarrzentrum. Zur Vorbereitung werden immer im August die Bücherspenden sortiert. Dieses Jahr hatten die Rohrbacher Mitglieder der Menschenrechtsorganisation tatkräftige Hilfe. Mursi, Asylwerber aus Somalia und im „Stöckl“ untergebracht, war mit Feuereifer dabei. „Ich will helfen. Ich will mitarbeiten, das ist Integration“ sagt der aufgeweckte junge Mann, der möglichst schnell sein Deutsch verbessern will. Sobald er gut genug Deutsch spricht, kann er nämlich eine Ausbildung zum Altenpfleger beginnen. „Ich bin jetzt in Österreich. Ich will arbeiten und etwas beitragen.“
Mursi hat dabei aber ein Problem. In seinem Zimmer, das er mit anderen Asylwerbern teilt, gibt es keine Rückzugsmöglichkeit, um in Ruhe zu lernen. Deshalb hofft er, bald ein Zimmer für sich allein zu finden. Am liebsten mit Familienanschluss, denn er weiß, dass er die Sprache am besten im Austausch mit anderen lernt.
Bereits jetzt hilft er, wo er nur kann, sei es bei Gartenarbeiten, im Sozialmarkt in Aigen-Schlägl oder eben bei Amnesty International. Natürlich alles unentgeltlich. Trotzdem strahlt er, wenn er merkt, dass er gebraucht wird. „Ohne Fleiß kein Preis. Lass den Kopf nicht hängen“, so seine Lieblingssätze.
Mit Mursis Hilfe waren die Buchspenden rasch sortiert und ordentlich gestapelt, und er konnte sich das Mittagessen im Kreis der ai-Gruppenmitglieder schmecken lassen.
Amnesty Internationals aktuelle Kampagne heißt „Asyl ist ein Menschenrecht“ (www.amnesty.at/de/menschenrechtasyl/). Dank Mursi konnte der Theorie ein ganz konkretes Beispiel für gelebte Integrationshilfe folgen.
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