13.04.2016, 09:58 Uhr

Erfolg für die Gewerkschaft: Mehr Geld im Hotel- und Gastgewerbe

Einen weiteren Erfolg konnten die Gewerkschaften bei den Verhandlungen um die Löhne für Beschäftigte im Hotel- und Gastgewerbe erzielen. (Foto: Franz Neumayr)
SALZBURG (ck). Einen erfolgreichen Abschluss der Lohn- und Gehaltsverhandlungen können die Gewerkschaften vida und GPA-djp sowie die Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vorweisen. Die Löhne und Gehälter der rund 25.000 Salzburger Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe steigen demnach zwischen 1,35 und 1,50 Prozent. Der neue Mindestlohn bzw. das neue Mindestgehalt liegt bei 1.420 Euro. Gültig sind die neuen Lohn- und Gehaltstabellen dann ab 1. Mai 2016.

Gegen den Fachkräftemangel

"Unser Anliegen war es, einen Abschluss zu erreichen, der über der Inflationsrate liegt und der für die Beschäftigten auch spürbar ist. Bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen sind aus unserer Sicht das beste Gegenmittel, um dem anhaltenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken", sagt Thomas Berger, Salzburgs Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida. Gerald Forcher, Landesgeschäftsführer der GPA-djp Salzburg, freut sich auf weitere Schritte, um das gemeinsam vereinbarte Ziel von 1.500 Euro Mindestlohn bis 2018 zu erreichen. "Wertschätzung muss sich auch finanziell bemerkbar machen", betont Forcher. Überdies vereinbarte man einheitliche Lohntabellen für Salzburg, Tirol, Kärnten und Vorarlberg ab Mai 2017. "Damit ist in diesen Bundesländern eine faire Entlohnung gewährleistet - unterschiedliche Bezahlungen sind dann großteils Geschichte", freuen sich die beiden Gewerkschafter.

Plus bei Lehrlingsentschädigungen

Ein deutliches Plus gibt es auch bei den Lehrlingsentschädigungen, die sich um durchschnittlich 2,96 Prozent erhöhen. Die Lehrlingsentschädigungen im Detail: Im 1. Lehrjahr gibt es 645 Euro, im 2. Lehrjahr 715 Euro, im 3. Lehrjahr 850 Euro und im 4. Lehrjahr 935 Euro. Erstmals seit Jahren wird auch der Nachtarbeitszuschlag wieder leicht erhöht, und zwar auf 21 Euro pro Nachteinheit.
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