12.07.2016, 11:22 Uhr

Serie von Badeunfällen in St. Pölten reißt nicht ab

Bild einer Übung (Foto: Wasserrettung)

Ein 19-Jähriger musste aus dem Viehofner See gerettet werden.

VIEHOFEN (red). Am Montag, 11. Juli 2016 kam es am Viehofner See gegen 16:00 Uhr zu einer Lebensrettung durch die Österr. Wasserrettung - Abschnitt St. Pölten. Ein ca. 19 jähriger Mann mit Asylhintergrund ging am Nordostufer des Sees unter, es erfolgte eine Alarmierung über Notruf 144.

Nach vergeblichen Versuchen von Badegästen bzw. Passanten konnten 2 Mann der Wasserrettung (Zanitzer und Fakhouri) die Bergung des untergegangenen Opfers vornehmen und den Mann dem schon anwesenden Notarzt übergeben. Die Reanimation wurde sofort gestartet. Besonderer Dank allen anwesenden Rettungskräften wie NAW, Feuerwehr und Wasserrettung für die gute Zusammenarbeit.

Auch dieser Vorfall zeigt, dass in Österreich die Gefahren des Wassers oft unterschätzt werden. Immer wieder wird hier durch die Österr. Wasserrettung versucht, Aufklärungsarbeit zu leisten, denn ein Ertrinkender geht meistens lautlos und im Blickfeld anderer Badegäste unter. Ihn danach im trüben Gewässer zu finden, zu bergen und zu reanimieren bedarf schon besonderer Ausbildung und Fähigkeiten. Die Wasserrettung steht hier mit Kursen über das ganze Jahr zur Verfügung.

Auch am Nachmittag eine sehr bezeichnende Episode am Ratzersdorfer See: Eine Mutter spielt mit ihrem Handy, das kleine Kind badet unbeaufsichtigt im See und gerät zusehends in Not. Niemand, außer unser diensthabender Rettungsschwimmer, bemerkt es. Durch ein rasches Eingreifen wird Schlimmeres verhindert. Natürlich hat das Kind keine Schwimmhilfen. Traurig, aber ein beinahe alltäglicher Vorfall.
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