16.03.2016, 11:30 Uhr

St. Pöltens XXXLutz-Chef: "Mitbewerb beflügelt immer"

Ein attraktives Haus ist laut Martin Lackner nur ein Teil des Erfolgs. Der andere sind qualifizierte und engagierte Mitarbeiter.

Martin Lackner über das Jubiläum in St. Pölten und ein Geburtstagsgeschenk der etwas anderen Art.

ST. PÖLTEN (jg). Seit 20 Jahren gibt es den XXXLutz in St. Pölten. Im März 2012 wurde der neue Standort am Europaplatz eröffnet. Hier soll das Jubiläum noch im Frühjahr mit Stars wie Robert Kratky, Kochshows und Weinverkostung gefeiert werden. Bei dem Fest gehe es darum, den Kunden zu danken. Denn diese sichern den Standort und die Jobs der aktuell rund 130 Mitarbeiter, wie Lutz-Chef Martin Lackner sagt.

Sie haben einmal erwähnt, dass die Verlegung der Filale an den Europaplatz einer der besten Schachzüge war. Woran lässt sich das ausmachen?
"Das äußert sich an der geschäftlichen Entwicklung. Wir haben zwischen dem alten Standort neben dem Traisenpark und dem neuen Standort einen riesen Sprung verzeichnen können. Zum einen, weil es ein neues Möbelhaus war, das von allen Seiten leicht zu erreichen ist. Zum anderen haben wir in den letzten Jahren intensiv an der Mitarbeiterentwicklung gearbeitet. Man kann einen noch so guten Standort haben – Der Erfolg wird trotzdem ausbleiben, wenn die Mitarbeiter fachlich nicht top sind."

Ist der St. Pöltner XXX-Lutz dahingehend ein Vorzeige-Lutz?
"Wir zählen zu den erfolgreichsten Lutz-Häusern Österreichs."

Der Erfolg in Zahlen gefasst?
"Wir haben unseren Umsatz am neuen Standort innerhalb der letzten vier Jahre verdoppelt."

Auf?
"Wir sind keine AG, somit geben wir die Umsätze der einzelnen Standorte nicht preis. Das Gesamtunternehmen schreibt jetzt ungefähr vier Milliarden Euro Umsatz."

Der Aufschwung fällt in eine Zeit, in der vielerorts berichtet wurde, dass manchen Möbelhäusern die „Felle davonschwimmen“. Steckte die Branche in einer Krise?
"2008, 2009, 2010 waren die erfolgreichsten Jahre überhaupt. Der Grund war damals: Die Leute hatten Geld auf der Bank, waren sich unsicher, was damit passiert und investierten u. a. in nachhaltige Möbel wie Orientteppiche und Küchen mit einer Halbwertszeit von 22 Jahren. Mit einem Plus von zig Prozent können wir aber natürlich nicht jedes Jahr rechnen. Dafür ist der Wettbewerb in unserer Branche zu groß, zumal in Österreich die größte Möbelhausdichte weltweit herrscht."

Stichwort "Dichte": Mit IKEA bekommt XXXLutz in St. Pölten ein Jubiläumsgeschenk der etwas anderen Art. Werden jetzt die Felle davonschwimmen?
"Mitbewerb beflügelt immer, spornt an, selbst noch besser zu werden. Ich finde es toll für die Stadt. Ich gratuliere, dass es gelungen ist, den weltweit größten Möbelhändler schlechthin nach St. Pölten zu bringen. Alles andere ist abzuwarten."
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