31.05.2016, 07:00 Uhr

Herzstillstand beim Kranzelreiten: Erste Hilfe rettete sein Leben

Familienbande: Ines Hölbling mit ihren Eltern Michaela und Friedrich Lampl. Ihm geht es mittlerweile schon besser (Foto: KK)

Friedrich Lampl erlitt beim Kranzelreiten einen Herzstillstand. Ohne sofortige Hilfe wäre er verstorben.

WEITENSFELD. "Ich habe geschrien ,Papa, Papa', aber Simone hat gesagt, ich soll mich beruhigen", erinnert sich Ines Hölbling.
Aber der Reihe nach: Die Althofner Vize-Bürgermeisterin, sie stammt aus Zweinitz, besuchte mit ihrer Familie das Kranzelreiten in Weitensfeld. Die Familie kennt in der Gemeinde jeder: Vater Friedrich Lampl ist Obmann des örtlichen Kugelschlagvereines, mit seiner Frau Michaela hat er beispielsweise den Kreuzweg aus großen Ostereiern initiiert.
Platz genommen haben Ines Hölbling und Friedrich Lampl auf der Ehrentribüne. Dann ging's los, das traditionelle Schauspiel begann.

Herzstillstand auf Tribüne

"Plötzlich sackt Papa zusammen, ich habe zu schreien begonnen", erzählt Hölbling von den schlimmen Minuten. Lampl erlitt einen Herzstillstand. Die diplomierte Krankenschwester Simone Müller leistete Lampl erste Hilfe, reanimierte ihn.
Über den Lautsprecher wurde dann nach Ärzten ausgerufen, "Doktor Sascha Zaheri hat die Erstversorgung übernommen. Es war großes Glück, dass sie da waren", dankt Hölbling.
Ihre Mutter arbeitete während des Kranzelreitens im "Bärenwirt" und kam gelaufen, als ihr die Nachricht vom Notfall ihres Mannes überbracht wurde. Hölblings Kinder Nicolas (15) und Helena (6) sahen sich das Kranzelreiten "zum Glück" ein paar Meter entfernt an.

Große Anteilnahme

Der 71-Jährige wurde ins Deutsch-Ordens-Spital Friesach gebracht. "Die Anteilnahme war groß. Da unsere Familie so bekannt ist, bekam ich viele Anrufe", freut sich Hölbling über die vielen Genesungswünsche. Ihrem Vater geht es besser, das Krankenhaus durfte er wieder verlassen. "Aber die Angst sitzt im Nacken, ein Herzstillstand kann wieder passieren".


Emotionales Treffen

Simone Müller, übrigens Frau des Enduro-Profis Werner Müller, erhielt von Hölbling einen riesigen Blumenstrauß und ein Armband. "Unser Familien trafen sich zum Essen. Es war sehr emotional. Ohne sie würde Papa nicht mehr leben".
Vor allem bei einem Herzstillstand sei die sofortige Reanimation wichtig. "Das lernt man zwar bei einem Erste-Hilfe-Kurs, aber bei den meisten ist dieser schon länger her. Außerdem ändern sich die medizinischen Anforderungen". Daher organisiert Hölbling einen Notfallkurs, der im Herbst in Althofen stattfindet.
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