12.04.2016, 11:53 Uhr

Modernste Untersuchungsmöglichkeiten und Ausstattung am interdisziplinären Endoskopie-Zentrum Steyr

(Foto: gespag)

Für mehr Sicherheit bei Tumor-Diagnostik mittels Endosonographie

STEYR. Im Endoskopiezentrum am LKH Steyr wurde im November 2015 die Endosonographieuntersuchung neu etabliert.
Die Endosonographie des oberen Magendarmtraktes ist eine Kombination aus Magenspiegelung und innerlicher Ultraschalluntersuchung. Auf dem Endoskop ist dafür eine zusätzliche Ultraschallsonde angebracht. Somit befindet sich der Schallkopf näher an der zu untersuchenden Zielstruktur, was die Darstellung verbessert bzw. bei kleinen Strukturen überhaupt erst möglich macht.

Der Untersuchungsablauf ist technisch ident mit dem einer Magenspiegelung, dauert aber etwas länger, in der Regel etwa 30 Minuten.
Durch die unmittelbare Nähe des Ultraschallkopfes zum untersuchten Organ kann die Speiseröhren- oder Magenwand, vor allem aber auch das darunterliegende Gewebe wesentlich genauer untersucht werden als bei einer Computertomographie oder Ultraschalluntersuchung von außen. Gerade in der Erkennung des richtigen Tumorstadiums (Frühkarzinom vs. fortgeschrittenes Karzinom) spielt dies oft eine therapieentscheidende Rolle.

Gewebeproben mittels Feinnadelpunktion entnommen

Etabliert ist diese Methode v.a. bei Tumoren des oberen Magen-Darm-Traktes (also Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm  aber auch Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege). Indikationen bestehen auch zur Klärung eines Galleabflusshindernisses (Steine, Tumor o. Entzündung).
Bei der interventionellen Endosonographie können mittels Feinnadelpunktion gezielt Gewebeproben aus Lymphknoten, Leber oder Bauchspeicheldrüse durch die Speiseröhren- oder Magenwand gewonnen werden. Große Zysten oder Abszesse bei Bauchspeicheldrüsenentzündungen können endosonographisch abpunktiert oder auch mit einem Stent versorgt werden, wodurch eine große Operation oft erspart werden kann.

Die Endosonographie wird nur stationär durchgeführt. Bei Organpunktion bleibt der Patient zur Überwachung über Nacht im Spital.

Die Untersuchung wird in einer Schlafbetäubung durchgeführt oder gegebenenfalls auch in Vollnarkose.

Eine ganz ähnliche Untersuchung gibt es auch für den unteren Darm (Enddarmbereich), hier zur Klärung der Ausdehnung von Tumore in die Tiefe u. das umgebende Gewebe, Schließmuskeldefekte oder zur Beurteilung von Analfisteln. Dies wird über ein dafür eigens angeschafftes Gerät in der chirurgisch-proktologischen Ambulanz durchgeführt.

Vorteile der Methode

Im Vergleich zur Ultraschalluntersuchung von außen erreicht man mit der Endosonographie auch schwer oder sonst unzugängliche Regionen u. kann diese dann noch genauer untersuchen. Dies gilt vor allem auch bei adipösen Patienten wo bei der Ultraschalluntersuchung von außen deutlich eingeschränkte Untersuchungsbedingungen herrschen. Gleichzeitig können Gewebeproben gezielt und schonend entnommen werden.
Auch im Vergleich mit radiologischen Untersuchungsmethoden (CT o. MRT) ist die Ortsauflösung mit der Endosonographie häufig noch besser und rundet damit das komplette Spektrum modernster Untersuchungsmöglichkeiten im LKH Steyr ab.

Die Heilungschancen von Darmkrebs hängen vor allem davon ab, wie frühzeitig die Krankheit entdeckt und behandelt wird. Die beste Untersuchungsmethode bei Verdacht auf Darmkrebs ist die Darmspiegelung. Mit der Endosonographie .

Endoskopiezentrum LKH Steyr
Haus 3, 2. OG

Anmeldung:
Die PatientInnen haben die Wahlmöglichkeit, einen ambulanten Untersuchungstermin zur Gastroskopie oder Koloskopie oder Bronchoskopie telefonisch unter der Telefonnummer 05-055466-24430 oder persönlich im Endoskopiezentrum, mit seiner Überweisung, vorzunehmen.
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