13.06.2016, 11:25 Uhr

Peter Gleinser: Vom Lehrling bis zum Aufsichtsratsvorsitzenden

Peter Gleinser leitet den Familienbetrieb und ist Aufsichtsratsvorsitzender der Stubai Werkgenossenschaft.

Bis zum Aufsichtsratsvorsitzenden schaffte es der Werkzeugmacher Peter Gleinser in Fulpmes.

FULPMES (cia). Ganz an die Spitze der Stubai Werkgenossenschaft arbeitete sich Peter Gleinser. 1974 begann er seine Lehre als Werkzeugmacher – seit 2012 ist er Aufsichtsratsvorsitzender. Nach seiner Lehre bei FKF Krössbacher und der Militärzeit begann er im elterlichen Betrieb zu arbeiten. 1983 absolvierte er die Meisterprüfung und führte die Familienfirma weiter. Hier produziert er Spenglerartikel und Zangenbedarf, dazu kommen verschiedene Lohnfertigungen, Tauchlackierungen und Drehteile.

In den 90er-Jahren wurde Gleinser in den Aufsichtsrat gewählt, in dem sechs Mitglieder der 22 Betriebe der Werkgenossenschaft die Arbeit der Geschäftsführung kontrollieren. "Wir sind so klein strukturiert, fast jeder Betrieb ist wie ein Familienbetrieb. Wir leben dieses Clustersystem, das von der Politik so oft gefordert wird", meint Gleinser. So könne man Arbeiten im Verband verteilen und sich gegenseitig ergänzen: Unsere Stärke ist, dass Groß- und Kleinbetriebe zusammenpassen, nur unter dem Namen Stubai sind wir stark." Für den "Stubai-Menschen" war es da selbstverständlich, sich gerne einzubringen.

Im Zuge der Umstrukturierung der Firma (2012 wurde die STUBAI ZMV GmbH gegründet) wuchs auch im Aufsichtsrat der Wunsch nach einem Wechsel. So übernahm der Chef eines Vier-Mann-Betriebs den Vorsitz. Seither nimmt er nicht nur an den ca. sechs bis zehn Sitzungen pro Jahr teil, er ist nunmehr auch für die ordentliche Vorbereitung und Leitung verantwortlich. Dass er den Beruf gelernt hat, zeigt sich in dieser Position als Vorteil: "Ich glaube, dass man es von der Picke auf lernen muss, dann hat man einen anderen Zugang zu kleinen Betrieben."

Als nächste Aufgabe des Aufsichtsrates gilt es, Statuten an die modernen Gegebenheiten anzupassen. "Und dann wird der nächste größere Schritt sein, eine neue Generation einzuarbeiten und aufzubauen", sieht Gleinser in die Zukunft.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.