17.06.2016, 21:28 Uhr

Vom Lehrling zum Chef: Paul Denifl

Paul Denifl ist den Weg vom Spenglerlehrling zum Chef gegangen und hat diesen Schritt nicht bereut.

FULPMES (cia). "Ich würde diesen Beruf wieder erlernen", begeistert sich Paul Denifl für sein Handwerk: "Ein schöner Beruf, es ist immer was anderes, vielfältig." Der gelernte Spengler und Glaser ist seit 1993 selbstständig. "Das hat sich einfach so ergeben", erzählt er. 1980 hatte er mit seiner Lehre begonnen. Nach dem Präsenzdienst ist er als Spengler in die Schweiz gegangen, und sammelte dort Erfahrung. Später – kurz bevor er seine eigene Firma eröffnete – legte er die Meisterprüfung ab.

Dabei beließ es Denifl aber nicht. Vor zwei Jahren – 2014 – fügte er auch noch einen Meister in einem weiteren Gewerbe hinzu. "Ich bin der erste Dachdeckermeister im Stubai", sagt er. In Oberösterreich legte er damals die zeitintensive Prüfung ab.
So kann er mit seiner Bauspenglerei Komplettlösungen für das Dach anbieten. Drei Mitarbeiter hat Denifl in seinem Betrieb.

Er erinnert sich, dass er bereits an seinem zweiten Lehrtag auf einem Dach arbeitete. "An die Höhe gewöhnst du dich", meint Denifl. Die körperliche Verfassung sei eben wichtig. Dennoch ist auch heute noch die Höhe manchmal nach dem Winter eine Herausforderung. Denn der Beruf ist sehr saisonal geprägt, in der kalten Jahreszeit werden in dem kleinen Betrieb hauptsächlich andere Arbeiten erledigt.

Auch die Sicherheit am Dach ist ein wichtiger Punkt. Meistens wird man durch ein Schutznetz vor dem Abstürzen bewahrt, bei manchen individuellen Arbeiten braucht man einen Sicherheitsgurt. Das Schutznetz installieren im Allgemeinen bereits die Zimmerer. "Zimmerer und Spengler sollten ohnehin möglichst Hand in Hand arbeiten", ist Denifl überzeugt.

Als existenzsichernd sieht er die Qualität der Arbeit: "Du musst einfach was gescheites machen, dann bekommt man auch Aufträge." So kann auch ein kleiner Betrieb sich trotz oft nur knapp kalkulierter Termine im Geschäft halten.
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