29.08.2016, 11:55 Uhr

Schritt für Schritt zur Landesklinik Hallein

Freude, Reschen, Emmanuel, Schwaiger, Stöckl, Heitzenberger, Sungler. (Foto: Foto: SALK/Weinberger)

Neue Ärzte und mehr Qualität: Krankenhaus Hallein wird Schritt für Schritt zur Landesklinik Hallein.

HALLEIN (tres). Landeshauptmann-Stv. Christian Stöckl betonte bei einer Pressekonferenz im Krankenhaus Hallein: „Die Eingliederung des Krankenhauses Hallein unter das Dach des Uniklinikums Salzburg ist der nächste logische Schritt in der notwendigen Umstrukturierung der Spitalslandschaft."

Durch die von der EU bzw. dem Bund vorgegebenen gesetzlichen Rahmenbedingungen wie etwa die neue Ärzteausbildungsordnung, die 48-Stunden-Woche, die Gesundheitsreform mit dem Kostendämpfungspfad, die ständig strengeren Vorgaben bei den Qualitätsanforderungen, die Mindestfallzahlen bei Operationen, der Ärztemangel oder der medizintechnische Fortschritt samt neuen Medikamenten machen die Aufrechterhaltung der kleineren Spitäler besonders schwierig bis unmöglich: "Um unsere Spitäler und damit die Gesundheitsversorgung in den in den Regionen zu sichern, führt an Kooperationen, Zusammenlegungen und Leistungsabstimmungen kein Weg vorbei."
Auf Basis einer Vereinbarung mit dem derzeitigen Eigentümer des Hauses, der Stadtgemeinde Hallein, arbeiten das Uniklinikum Salzburg und das Krankenhaus Hallein schon heute eng abgestimmt miteinander.

Zwei neue Ärzte

SALK Geschäftsführer Paul Sungler erklärt: „Das Krankenhaus Hallein stellt mit 160 Betten und 300 Mitarbeitern die Grundversorgung von 50.000 Menschen im Tennengau sicher. Seit vielen Jahren ist es auch Lehrkrankenhaus der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und ist seit neuestem ein Department für Unfallchirurgie." Die chirurgische Abteilung in Hallein wird von Klaus Emmanuel, als „Abteilung für Allgemeinchirurgie“ geleitet. Die Unfallchirurgie in Hallein wird als „Department für Unfallchirurgie“ der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie unter der Leitung von Thomas Freude geführt.

Die Radiologie wird durch das Universitätsinstitut für Radiologie weiterhin telemedizinisch unterstützt.
„Wir konnten zwei erfahrene Doppelfachärzte neu für Hallein gewinnen“, berichtet Freude. Die beiden werden ab Oktober dieses Jahres ausschließlich in der Landesklinik Hallein arbeiten und die Klinik weiterentwickeln.

Die vollständige Integration des Krankenhauses Halleins in die Salzburger Landeskliniken erfolgt in zwei Schritten. Mit Anfang 2017 werden die bestehenden Kooperationen der Kliniken weiter ausgebaut und das personelle und inhaltliche Zusammenspiel der chirurgischen Abteilungen intensiviert. Die Radiologie unterstützt bei der Sicherstellung der diagnostischen Leistungen. Die Gynäkologie und Geburtshilfe an beiden Standorten verzahnen ihr Leistungsangebot.

In zwei Schritten zur Integration

Die Personalverwaltung erfolgt bereits jetzt durch die SALK. Aus- und Weiterbildung wird zwischen den Häusern abgestimmt entwickelt und angeboten. Die technischen Experten unterstützen die Kollegen im Krankenhaus Hallein beratend. Dies sind nur einige Beispiele der umfassenden Zusammenarbeit.
Die vollständige Integration ist für 2018 geplant, wobei die derzeit vorhandenen Fachgebiete und Abteilungen erhalten bleiben. Die Integration beinhaltet die Übernahme der SALK-weiten IT-Systeme wie Orbis, SAP und die weiteren technischen Subsysteme.

Die Landesklinik Hallein gehört dann wie z.B. die Landesklinik St. Veit oder die Landesklinik Tamsweg zum Rechtsträger SALK. Die Projekte, um all das zeitgerecht über die Bühne zu bringen, sind schon angelaufen, wobei die Hauptarbeit aber 2017 geschehen wird.
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